Zum Hauptinhalt springen

Zumiker Musikerin plant einen Park

Verena Guran-Fierz deponierte bei der Gemeinde einen ausgearbeiteten Plan für einen Naturpark Nesselbrunnen. Die Behörde gibt sich zurückhaltend. Sie möchte die Hallenbad-Abstimmung abwarten.

Von Linus Schöpfer Zumikon – Die Zumiker Musikerin Verena Guran-Fierz ärgert sich über den Zustand des Nesselbrunnens, einer zentral gelegenen Freihaltezone zwischen der Forch- und der Küsnachterstrasse. «Hier ist in den letzten Jahren gar nichts passiert», kritisiert Guran. «Der Gemeinderat hat den Nesselbrunnen vernachlässigt. Das Gebiet bringt der Bevölkerung so kaum einen Nutzen.» Die Gemeinde habe ihr Versprechen nicht gehalten, moniert Guran-Fierz: Die Renaturierung, an einer Gemeindeversammlung 2004 explizit versprochen, sei bisher ausgeblieben. Auf eigene Kosten hat die Musikerin deshalb eine renommierte Gartenbaufirma beauftragt, einen Plan für einen Naturpark im Nesselbrunnen auszuarbeiten. Der Plan sieht zahlreiche Attraktionen vor. Im Norden des Areals, wo Küsnachter- und Forchstrasse zusammenlaufen, ist ein Aussichtsturm und ein grosser Familientreffplatz geplant. Östlich des Treffplatzes würde eine lockere Schilffläche von der Grösse von zwei Fussballfeldern angelegt. Weiter vorgesehen sind ein «Philosophenwäldchen», diverse Feuerstellen und Spielplätze sowie ein Naturlehrpfad entlang der Gössikerstrasse. «Idee an sich sympathisch» Guran hofft, den Gemeinderat mit ihrem Vorschlag zu einem gemeinsamen, rascheren Vorgehen zu motivieren; die Musikerin hat der Behörde den Projektplan gratis zur freien Verfügung ausgehändigt. «Auch eine teilweise Realisation fände ich natürlich toll», betont Guran. Sie sei jederzeit zu Gesprächen mit dem Gemeinderat bereit. Der Gemeindepräsident von Zumikon, Hermann Zangger (SVP), gibt sich zurückhaltend. «Die Idee an sich ist ja durchaus passabel und sympathisch», räumt Zangger ein. Allerdings müsse man bedenken, dass im Areal auch private Landbesitzer involviert seien, und die hätten schwerlich Interesse an Gurans Park-Projekt. Überdies benötige die nahe gelegene Schwimmhalle die Parkplätze im Nesselbrunnen dringend, sagt Zangger. «Auch müsste natürlich noch abgeklärt werden, ob das Projekt von Frau Guran überhaupt auf Anklang stösst bei den Zumikern. Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass da noch andere Verwendungszwecke für das Areal im Raum stehen.» Zangger erinnert diesbezüglich an das in den 1980er-Jahren lancierte Projekt eines Gewerbezentrums. «Ein solches Gewerbezentrum wurde zweimal an der Gemeindeversammlung abgelehnt», erwidert Guran. Überdies bringe ihr Gartenplan eine Umzonung in eine Erholungszone mit sich, führt die Zumikerin weiter aus. Auf diese Weise würde das von Zangger monierte Parkplatzproblem hinfällig, und es würden bei der Kreuzung Küsnachterstrasse-Forchstrasse gemeinsame Parkplätze für die Schwimmbäder und den Naturpark möglich. Bewegung in die verfahrene Situation rund um den Nesselbrunnen kommt wohl erst nach dem 28. November. Falls die Stimmbevölkerung dann der Sanierung des Hallenbads Juch zustimmt, müsste laut Zangger für den neuen Zufahrtsweg ein Umzonungsbegehren beim Kanton eingereicht werden. Gemeinderat wiegelt ab «Ob es dann um ein Provisorium oder um eine definitive Umzonung für Grösseres geht, steht heute noch in den Sternen», erklärt der Gemeindepräsident. Zur Möglichkeit eines Parkbaus in naher Zukunft wollte er sich nicht äussern. Auf der Brache südlich der Forchstrasse soll der Park entstehen. Foto: Michael Trost

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch