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Zolliker Sinfonieorchester besinnt sich auf seine Wurzeln

Mit Deep-Purple-Gründer Jon Lord und Rocker Steve Lee stand das Orchester Nota Bene schon auf der Bühne. Das Jubiläum wird nun aber klassisch begangen.

Von Alexandra Falcón Zollikon – Angefangen hat vor 20 Jahren alles mit einer Vortragsübung der Musikschule Zollikon, an der die beiden Primarschüler Martin Lukas Meister (Klavier) und Pascal Suter (Blockflöte) zwei Sonaten zum Besten gaben. Das positive Feedback aus dem Publikum spornte die beiden Buben an, die von da an musikalisch unzertrennlich waren. Der Wunsch, ein Orchester zu gründen, keimte auf, als Suter und Meister, der mittlerweile auch Violine spielte, in der Kantonsschule Hohe Promenade auf musikbegeisterte Mitschüler trafen. Bald war das Ensemble zu gross, um ohne Leitung musizieren zu können. Und so griff Meister kurzerhand zum Dirigentenstock, den er nie mehr loslassen sollte. Mittlerweile ist er stellvertretender Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt. Tonhalle im Ausnahmezustand Nebst vielen normalen Konzertauftritten engagierte sich das Sinfonieorchester Nota Bene auch immer für Auftritte der etwas anderen Art. Bei einem Projekt in Zollikon untermalten die Musiker live Szenen aus Filmen und füllten den Gemeindesaal gleich mehrmals bis auf den letzten Platz. Schnell war das zu voller Sinfoniestärke angewachsene Ensemble aber zu gross für Zollikon und trat bald in Kirchen wie St. Peter, in der Tonhalle oder im Luzerner KKL auf. Das bisher verrückteste Konzert gab das Orchester Nota Bene vor zwei Jahren. «Mein Traum war immer schon ein Crossover-Konzert mit Rockband und sinfonischem Orchester», sagt Suter. Mit diesem Wunsch trat Suter an Jon Lord heran, Mitbegründer von Deep Purple, der bereits diverse Werke für ebendiese ungewöhnliche Besetzung geschrieben hatte, unter anderem das legendäre Concerto for Group and Orchestra. Der Brite war im Nu begeistert von der Idee, mit Amateurmusikern in der Schweiz aufzutreten. «Ich wollte aber unbedingt einen Schweizer Rocksänger dabeihaben und fragte Steve Lee, der sofort zusagte.» Am 10. Januar 2009 versetzte das 100-köpfige Orchester mit den Rockstars die Tonhalle während zweieinhalb Stunden in einen Ausnahmezustand. Hochkarätige Solisten Für ihr Jubiläumskonzert vom Samstagabend in der reformierten Kirche Zollikon möchte Nota Bene aber «back to the roots». Mit Christian Poltéra (Violoncello), Sarah Rumer (Querflöte) und Pascal Suter (Blockflöte) treten unter der Leitung von Martin Lukas Meister hochkarätige Solisten auf, die Nota Bene in den ersten Jahren erlebt haben. Christian Poltéra trat in den Gründerjahren des Orchesters als Solist auf. Er arbeitet mittlerweile als international anerkannter Cellist mit führenden Orchestern der Musikwelt zusammen. Sarah Rumer war von 1993 bis 2000 Orchestermitglied und blickt noch immer gerne auf diese prägende Zeit zurück. «Für mich waren es die ersten tollen Orchestererfahrungen», sagt die Soloflötistin des Orchestre de la Suisse Romande, Genf. Gespielt werden Werke von Mozart, Krähmer, Tschaikowski, Chaminade und Dvorak.www.nota-bene.ch.

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