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Ziele sind gesteckt, Leitbild steht

Nach gut drei Jahren ist das Projekt «Zukunft Wangen-Brüttisellen» abgeschlossen. Nun sollen Taten folgen.

Von Jennifer Steiner Wangen-Brüttisellen – «Das Projekt ‹Zukunft› ist tot. Es lebe die Zukunft von Wangen-Brüttisellen.» Diese mit einem Augenzwinkern gemachte Aussage von Hans Thalmann, Führungsberater in Politik und Kultur und ehemaliger Ustermer Stadtpräsident, mutet zuerst etwas paradox an. Doch sie trifft die Sache durchaus im Kern. Mit der Überarbeitung des Leitbilds Anfang Jahr ist das Projekt «Zukunft Wangen-Brüttisellen» abgeschlossen. Am 5. Juli hat der Gemeinderat das Papier verabschiedet; ab heute ist es auf der Gemeinde-Website aufgeschaltet und kann bei der Verwaltung bezogen werden. «Das heisst aber nicht etwa, dass wir uns nicht weiter mit der Zukunft befassen», betonte Gemeindepräsidentin Marlis Dürst (Forum) an der gestrigen Medienorientierung. Jedes Jahr wird der Gemeinderat künftig das Schwerpunktprogramm anpassen und zusammen mit dem Budget der Gemeindeversammlung präsentieren. Das Leitbild wird alle vier Jahre überprüft. Bevölkerung arbeitete mit Anfang 2007 hat die Gemeinde das ehrgeiziges Projekt «Zukunft Wangen-Brüttisellen» lanciert. Gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitete der Gemeinderat unter der Leitung von Hans Thalmann ein Leitbild, das zeigt, wie sich die Wangen-Brüttiseller ihre Gemeinde im Jahr 2040 wünschen. Wangen-Brüttisellen soll sich nachhaltig nach einem von Behörden und Bevölkerung getragenen Leitbild entwickeln – das schreibt sich die Exekutive auf die Fahne. Eine vorausschauende Politik, der Schulterschluss mit der Region, der Einbezug aller Bevölkerungskreise und der Erhalt von «grünen Lungen»: Das sind die Schwerpunkte. Unter diesen Stichworten sollen nun Taten folgen. So soll die Behörde auf eine überdachte Autobahn hinarbeiten, sich für Grünflächen auf dem Flugplatz starkmachen oder im Kern von Brüttisellen und Wangen Begegnungszonen schaffen. Weiter sollen sich die Politiker für die Senioren einsetzen und das Littering bekämpfen (der TA berichtete). Als Initiantin des Projekts freut sich Marlis Dürst, dass sie dieses nun als Gemeindepräsidentin weiterbegleiten kann. «Das Leitbild 2040 ist mehr als bloss ein Papier», ist sie überzeugt. Es handle sich um eine breit abgestützte Grundlage, auf der man aufbauen könne. Dieser Meinung ist auch Hans Thalmann, der bereits acht ähnliche Projekte in anderen Gemeinden begleitete. «Die Voraussetzungen sind gut, dass das Projekt in Wangen-Brüttisellen Früchte tragen wird.» Er spricht von einer neuer Art politischer Führung, die von ihrer Transparenz und Partizipation der Bewohner lebt. Als Beispiel: Die Wangen-Brüttiseller retournierten bei der letzten Umfrage 542 Fragebögen. Dabei fügten sie 1720 Anmerkungen und Inputs an.

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