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Wohin mit dem Atommüll?

In vielem sind sich Deutsche und Schweizer einig. Beim Atommüll scheiden sich allerdings die Geister.

Reizthema Von Daniel Schurter Die deutsche Gemeinde Lottstetten liegt nicht nur wenige Kilometer vom Rheinfall entfernt. Die Lottstetter sind stolz auf die eigenen, in der Natur gelegenen Touristenattraktionen, insbesondere die Uferwiesen am Rhein mit schattigen Grillplätzen, Volleyballfeld und Kinderspielplatz. An den sonnigen Hängen stehen Reben, es gibt mehrere Weinbaubetriebe. Der 18-Loch-Golfplatz Rheinblick braucht sich mit seiner Fläche von 100 Hektaren nicht vor der Schweizer Konkurrenz zu verstecken. Was hält der Lottstetter Bürgermeister von den Schweizer Plänen, in der Region ein Atommülllager zu bauen? Das sei negativ für das Image, sagt Jürgen Link. «Wer will schon Wein trinken aus einer solchen Gegend?» Er ist zusammen mit seinen deutschen Kollegen aus Hohentengen und Jestetten sowie Politikern aus der Schweiz in einer Arbeitsgruppe, die sich mit dem Endlager befasst. Ein eigentliches Mitspracherecht hätten sie aber nicht. Auffallend sei, so Bürgermeister Link weiter, dass gleich mehrere der infrage kommenden Standorte – Benken und Nördlich Lägern – in der Nähe der Grenze zu Deutschland liegen. Seine «ganz grosse Sorge» sei, dass dereinst auch der Atommüll aus Deutschland in einem Schweizer Lager vergraben werden könnte.

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