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Weber, Lügen und Video

Derbyfieber (3) Kloten und ZSC treffen ab morgen Samstag zum fünften Mal in einer Playoffserie aufeinander – das dritte Zürcher Playoff-Derby war kurz, aber ereignisreich. Nachdem sowohl Meister ZSC wie auch Kloten die erste Runde ungeschlagen überstanden hatten, trafen sie 2001 im Halbfinal aufeinander. Die Stadtzürcher gewannen die ersten drei Partien mit je einem Tor Differenz, wobei Coach Larry Huras tief in die Trickkiste griff: Ab dem dritten Spiel setzte er den schon zurückgetretenen, aber kurzfristig wieder lizenzierten Christian Weber ein. Der 37-Jährige, eigentlich Assistent bei den GCK Lions, wurde zum Glücksfall und stabilisierte als Center die 4. Linie, die für den Rest der Serie ohne Gegentor blieb. «Sehr gutes Eisstadion, das alte, schöne Hallenstadion», freute sich Kloten-Trainer Wladimir Jursinow nach dem 6:2 im vierten Spiel, «wir wollen nochmals kommen.» Lange währte die Freude nicht: Mit einem 1:4 in Oerlikon ging seine Saison zu Ende. Nicht im alten, schönen Hallenstadion war Klotens Sportchef Erich Wüthrich. Er war massiv bedroht worden, nachdem er ein Video gegen Nationalstürmer Michel Zeiter eingereicht hatte, das am Vorabend zu einer superprovisorischen Sperre führte. Zeiter erfuhr davon am Autoradio, spielte aber schliesslich doch: Die Lions hatten mit einem eigenen Video gekontert, auf dem zu sehen war, wie sich Klotens Mathias Wüst ein Faustgefecht mit Rolf Schrepfer liefert – 6 Minuten, nachdem Wüst von Zeiters Ellbogen angeblich ausser Gefecht gesetzt worden war. Drei Wochen später verteidigte der ZSC in Lugano seinen Meistertitel.(phm)

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