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Walter Kappeler hat sich das Leben genommen

Er hat sich in Bassersdorf einen Namen gemacht als kritischer Zeitgenosse, ja als «Behördenschreck». Nun ist Walter Kappeler (84 ) aus dem Leben geschieden.

Von Manuela Moser Bassersdorf – «Statt meinen vergänglichen Leib mit Skalpellen und Sägen in eine ungewisse Zukunft zu retten, habe ich den Freitod gewählt.» Mit diesen Worten verabschiedete sich Walter Kappeler in seiner Todesanzeige, die gestern im «Tages-Anzeiger» erschienen ist. Der 84-Jährige Ingenieur – als Bauernsohn in Uster aufgewachsen und mit Immobilienspekulationen reich geworden – war als «Behördenschreck» dorfbekannt gewesen; während Jahrzehnten hatte er eine Unmenge von Initiativen, Rekursen und Einsprachen lanciert. Gemeindepräsidentin Doris Meier-Kobler erinnert sich nicht nur an die viele Arbeit, die er den Behörden beschert hat: «Kappeler hatte ein unglaubliches Wissen. Es gab wohl kaum jemanden, der das Baurecht besser gekannt hat als er.» Anfang 2008 zog Kappeler schliesslich nach Appenzell. Doch von dort meldete er sich zurück; beispielsweise im Mai 2009, als die Bassersdorfer Zentrumsplanung in Bewegung kam. Schliesslich zog er Anfang 2010 zurück in sein Haus zur Salzi im Bassersdorfer Zentrum. Sein Wunsch war es, nicht als «Behördenschreck» in die Geschichte einzugehen, wie er dem «Zürcher Unterländer» in einem Interview offenbart hatte, sondern «als Bauherr und Bewahrer von Siedlungsbauwerken». Im Waldfriedhof bei Gossau ZH findet er nun seine letzte Ruhe.

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