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«Wahnsinnig teuer»

Die US-Krise Zu lange mit dem Abbau des Schuldenbergs gewartet, TA vom 20. 4. Programmierte Krisen. Leider werden bei den wirtschaftlichen Problemen und der Verschuldung der USA von umgerechnet circa 13 Billionen Franken häufig die Kriege vergessen, welche die USA führten und führen. Neben den moralischen und ethischen Fragen sind Kriege wirtschaftlich wahnsinnig teuer. Wie werden sie bezahlt? Hatte man 1965 bei einer Bank ein Guthaben in US-Dollars von 100 000, so waren diese Dollars damals 432 000 Schweizer Franken wert (Kurs 4.32). Unter Vernachlässigung der Zinsen sind diese gleichen US-Dollars heute noch 90 000 Schweizer Franken wert (Kurs 0.90). Jeder Kontoinhaber mit US-Dollar-Guthaben zahlt also den Krieg mit. Ein weiterer Grund ist die erwähnte enorme Staatsverschuldung, die bei Kriegen eingegangen wird. Nach der Niederlage von 1970 (Vietnamkrieg) hätten alle US-Präsidenten wissen können und müssen, dass die modernen Kriege Guerilla-Kriege und nicht mehr zu gewinnen sind. Das sind nicht mehr die Frontenkriege wie zur Zeit der beiden Weltkriege. Trotzdem werden nach wie vor weitere Kriege angezettelt, weil es eben immer auch ums Erdöl geht. Aber den Profit machen letztendlich die Erdölkonzerne und nicht die Staaten USA oder Grossbritannien. Unglücklicherweise führt auch Barack Obama, unter dem Vorwand Terrorismusgefahr, den Krieg in Afghanistan weiter, nachdem schon vor Jahrzehnten die ehemalige Sowjetunion mit einer Niederlage dort abziehen musste. Anstatt die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Beziehungen mit den islamischen Staaten auf eine vernünftige Grundlage zu stellen, ist bereits die nächste militärische US-Niederlage programmiert: ein Fass ohne Boden. Michael E. Steiner, Uetikon am See

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