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Von Walter von Arburg

Gleich zwei Kernzonen wird Kyburg künftig haben. Das beschloss die Gemeinde- versammlung. Die äussere Kernzone erlaubt den Bau unterirdischer Garagen.

Von Walter von Arburg Kyburg – Die kleine Gemeinde mit der weitherum bekannten Burg ist ein Bijou. Das schutzwürdige Ortsbild bringt für die Einwohner aber auch Einschränkungen mit sich. So untersagt die geltende Bau- und Zonenordnung in der Kernzone 1, der fast die ganze Ortschaft untersteht, den Bau von Unterniveaugaragen. Zudem ist die Schmälerung der Vorgärten zur Schaffung von Parkplätzen nicht erlaubt. Wegen der abseitigen Lage des Dorfs haben viele Haushalte mehr als ein Auto, aber nur einen Parkplatz. Nun zeichnet sich eine Lösung des Problems ab. Die gestrige Gemeindeversammlung hiess eine Teilrevision der Nutzungsplanung für das Ausserdorf einstimmig gut. Demnach soll Kyburg künftig in eine innere Kernzone 1 (im Bereich der Vorburg) und eine äussere Kernzone 2 (im Bereich Ausserdorf, siehe vereinfachte Grafik) gegliedert werden. Die Kernzone 2 erlaubt den Bau von Tiefgaragen, sofern die Einfahrten unauffällig und sorgfältig in die Umgebung eingepasst werden. Jahrelanges Seilziehen Der jetzt anstehenden Lösung ging ein jahrelanges Seilziehen zwischen der Gemeinde Kyburg und dem Zürcher Regierungsrat voraus. Der Kyburger Gemeinderat hatte vor vier Jahren eine Planungszone über der Kernzone 1 ausgerufen. Er wollte zunächst die Nutzungsordnung so ändern, dass Tiefgaragen in der Kernzone zugelassen wären. Dagegen legte der Kanton sein Veto ein. Der Streit zog sich in die Länge. Weil nach drei Jahren Auseinandersetzung immer noch keine Lösung in Sicht war, wurde die Planungszone um ein Jahr verlängert. Da sich der Kanton weiterhin weigert, die Kosten für die Nutzungsrevision der Kernzone 1 zu übernehmen, wird die Planungszone Mitte August auslaufen. In der Vorburg gilt dann wieder die bisherige Bau- und Zonenordnung. Damit das nun vorliegende Regelwerk in Kraft treten kann, braucht es auch noch den formellen Segen des Kantons. Die Chancen auf ein Ja stehen gut. In der Vorprüfung hatten die kantonalen Stellen der Nutzungsänderung im Mai dieses Jahres grundsätzlich zugestimmt.

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