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Von Simona Triet

In Oetwil fahren Anfang 2011 die Bagger auf. Wo sich heute noch Schrebergärten befinden, entsteht ein modernes Behindertenheim.

Von Simona Triet Oetwil – Das Wohnheim Libelle der Stiftung Sternwies zieht um. Das Heim, das 17 Menschen mit einer psychischen Behinderung ein Zuhause bietet, befindet sich derzeit noch mitten im Dorfzentrum Oetwils, an der Langholzstrasse gleich neben der Klinik. Nun ist aber die Baubewilligung für ein Neubauprojekt im Jöndler erteilt worden. Die Bauarbeiten sollen im Januar 2011 beginnen und rund ein Jahr dauern. Das neue Gebäude wird wie schon das bisherige der Immobilienfirma Hinderer gehören. Die Stiftung Sternwies mietet sich lediglich ein. Eine gemeinsame Baukommission sei zum Schluss gekommen, dass ein Neubau nötig sei, sagt Melchior Lingg, Bereichsleiter bei Hinderer. Er nennt mehrere Gründe: Das alte Wohnheim entspreche nicht mehr den Bedürfnissen der Mieter, es gebe nicht in jedem Zimmer eine Nasszelle, die Wohnräume seien klein und die Aufenthaltsbereiche dunkel. «Das Haus ist ein typischer Sechzigerjahre-bau mit meist schlecht isolierten, relativ dünnen Wänden», sagt Lingg. Ausserdem grenze sich der Wohnbereich zu wenig von den Geschäftsräumen ab, ergänzt der Geschäftsführer der Stiftung Sternwies, Josef Hollenstein. «Ein Vorteil für die Bewohner» Zunächst hatte die Baukommission eine Totalsanierung in Erwägung gezogen. Diese wäre aber ungefähr gleich teuer geworden wie ein Neubau. Zudem sei es den Mietern der Stiftung Sternwies ein Anliegen gewesen, nicht in ein Provisorium umziehen zu müssen, sagt Hollenstein. Das ist nun nicht nötig, da die Bewohner während der Bauarbeiten des neuen Wohnhauses im alten bleiben können. Josef Hollenstein findet es positiv, wenn die Bewohner etwas weiter weg vom Zentrum in eine ruhigere Wohngegend ziehen. Für Menschen mit einer psychischen Behinderung könne es durchaus von Vorteil sein, nicht neben der Klinik zu wohnen, sagt er. Damit das neue Wohnheim Libelle im Jöndler entstehen kann, müssen dort alle Schrebergärten weichen. Den Pächtern sei frühzeitig gekündigt worden, versichert Lingg, und die Pacht für das letzte Jahr sei ihnen erlassen worden. Eine Anwohnerin hat beobachtet, dass die Hobbygärtner bereits daran sind, ihre Beete und Materialhäuser zu räumen. Auch mit den neuen Nachbarn habe man einen guten Kontakt gepflegt, sagt Lingg: «Wir konnten die Wünsche der Hauseigentümer berücksichtigen.» Platz für Alte und Familien Das neue Wohnheim Libelle wird dreigeschossig sein und 18 Bewohnern ein Zimmer mit eigener Nasszelle bieten. Gemäss Melchior Lingg werden die Aufenthalts- und Geschäftsräume heller und funktionaler. Im Aussenbereich ist geplant, einen «Libellenteich» anzulegen. Das alte Wohnheim Libelle wird nach dem Umzug abgerissen. An seiner Stelle baut die Immobilienfirma Hinderer wie bereits angekündigt Familien- und Alterswohnungen (TA vom 4. 7.).

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