Zum Hauptinhalt springen

Ungenaue Prognosen vor Abstimmungen

Opfikon – Der Opfiker SVP-Gemeinderat Richard Muffler lag mit seinem Umfrage-Institut Swiss Opinion deutlich neben dem tatsächlichen Stimmverhalten von Herr und Frau Schweizer. Zwischen dem 9. und dem 12. November wurden knapp 1700 Stimmberechtigte mittels automatisierten Telefonanrufen befragt. Bei der Ausschaffungsinitiative gaben 44 Prozent an, mit Ja zu stimmen. Teilte man die Unentschiedenen gleichmässig auf, hielten sich Befürworter und Gegner die Waage. Muffler war deshalb überzeugt, dass «das Ergebnis innerhalb unserer Abweichung liegt» – bei einem Ja-Anteil von 49,5 Prozent mit einer Toleranz von +/–2,4 Prozent. Die Zahl tatsächlicher Ja-Stimmen betrug 52,9 Prozent. Das Institut GfS Bern war mit einem bereinigten Ja-Anteil von 55,5 Prozent mittels persönlich geführter Telefoninterviews näher am effektiven Resultat. Noch unbefriedigender war jedoch die Vorhersage bei der Steuerinitiative. Mufflers Swiss Opinion kam auf ein Ja-Nein-Verhältnis von 44 zu 41 Prozent. Gemäss GfS Bern waren 46 Prozent für die Vorlage. Bei beiden waren 15 Prozent unentschlossen. Am Ende stimmten 58,5 Prozent gegen die Initiative. «Solche Unterschiede sind nicht bloss mit der erhöhten Mobilisierung kurz vor der Abstimmung zu erklären», sagt Muffler. Wäre so etwas schon in der Testphase vorgekommen, hätte man bei Swiss Opinion wieder aufgehört. Aus dem Fiasko lassen sich im Moment noch keine Schlüsse ziehen. Die Umfragetechnik müsse weiter erprobt werden.(all)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch