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Umnutzen nicht um jeden Preis

Hittnau möchte die leer stehenden Gebäude der ARA weiter verwenden. Projekte für eine Biogasanlage oder eine zentrale Stelle für Abfall sind bereits in Planung.

Von Heidi Tschachtli Hittnau – Die Abwässer von Hittnau fliessen seit einem Monat in die Kläranlage nach Pfäffikon (TA berichtete). Darum werden die Gebäude der ARA nicht mehr gebraucht und stehen leer. «Abklärungen betreffend einer weiteren Nutzung dieser Infrastruktur sind bereits im Gang», sagt Werkvorstand Thomas Strittmatter (FDP). Der Faulturm, die beiden Faulschlammbehälter und das Betriebsgebäude werden nicht mehr benötigt und sollten abgerissen werden. Die Kosten dafür sind im Kredit für den neuen Abwasseranschluss an die Kläranlage Pfäffikon bereits enthalten. Der Werkvorstand ist allerdings daran interessiert, die Gebäude umzunutzen. Vor einiger Zeit hatte ein privater Investor das Gelände besichtigt, mit der Idee, dort eine Störzucht zu verwirklichen. Sein Plan sah damals eine Umwandlung innerhalb von sechs Monaten vor. Konkrete Verhandlungen haben aber nie stattgefunden. Unter den Hittnauer Bauern wird derzeit die Möglichkeit einer Biogas-Anlage diskutiert. Hochrechnungen zeigen allerdings, dass eine solche nicht rentabel wäre. Hittnau müsste die Anlage jährlich mit mehreren Hunderttausend Franken unterstützen. «Die Gemeinde ist nicht gewillt, ein solches Projekt zu finanzieren. Die Bauern müssten schon einen Sponsor finden», sagt Strittmatter. Zudem fehle noch die Zusage des Kantons, da die Gebäude auf einer öffentlichen Freihaltezone stehen. «Beim Bauern 300 Meter weiter oben wäre das alles kein Problem», führt er weiter aus. Zudem wittert er wegen der entstehenden Geruchsemissionen Unmut unter der Bevölkerung, wie das in Lindau bereits der Fall ist. Kein Geld für Vorzeigeprojekt Eine weitere Option sieht die Umnutzung der Anlage zu einer zentralen Sammelstelle für Abfall vor. Ein solches Projekt ist in Pfäffikon bereits in Planung. Falls keines dieser Projekte infrage kommt, würde der Gemeinderat darüber diskutieren müssen, wie lange die Gebäude noch stehen bleiben. Abschliessend meint Strittmatter: «Auf gar keinen Fall wollen wir ein Vorzeigeprojekt, das nur Kosten verursacht».

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