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Titel (mind. 2-, max. 3-zeilig)«Es ärgert, dass die Stadt den Durchgangsverkehr . . . »

Fortsetzung von Seite 21 Frau Genner, werden Sie künftig nicht nur mit dem Regierungsrat, sondern auch mit den Gemeindebehörden vom See Verkehrsfragen diskutieren? Genner: Ein solches Diskussionsforum gibt es im Rahmen der RZU, der Regionalplanung Zürich und Umgebung. Wir müssen keine neuen Diskussionsgefässe erfinden, um miteinander zu reden. Guex: Das tönt für mich etwas technokratisch. Wir sollten echte Gespräche führen und wirklich aufeinander hören. Das geschieht viel zu wenig. Knauss: Gespräche sind gut und schön. Aber ich habe von der Gegenseite noch nichts darüber gehört, wie sie mit den 130 000 lärmbelasteten Zürcherinnen und Zürchern umgehen wollen. Beim Flugverkehr gibt es mit dem ZFI seit einiger Zeit auch einen Plafond, mit dem nicht mehr als 47 000 Menschen belärmt werden dürfen. Wie wäre es mit einem ZFI für den Strassenverkehr? Zanetti: Was den Lärm angeht, sind die Trams ja wesentlich schlimmer. Das ist ohnehin nur etwas für Romantiker. Knauss: Was ist jetzt mit diesen 130 000 Lärmgeplagten, Herr Guex? Konkret, Frau Genner, würden Sie mit Gemeindevertretern an einem Tisch sitzen, um mit ihnen die nächsten Strassensanierungsprojekte in der Stadt zu besprechen? Genner: Vor einem Jahr ist genau das an einem RZU-Workshop passiert. Da wurde grenzübergreifend um gegenseitiges Verständnis gerungen. Damals habe ich übrigens gehört, dass auch Gemeindebehörden zu Parkhäusern in ihren Zentren zunehmend auf Distanz gehen. Das waren neue Töne für mich. Guex: Den ZFI hat der Regierungsrat ausgearbeitet. Also wäre es an den Stadtbehörden, einen Vorschlag zu machen, wie die 130 000 lärmbelästigten Stadtzürcher besser geschützt werden können. Das ist sicher nicht unsere Aufgabe. Zanetti: Autos machen doch heutzutage praktisch keinen Lärm mehr. Leise Strassenbeläge tragen auch dazu bei, dass die Lärmbelastung sinkt. Und durchgehende «grüne Wellen» auf den Hauptverkehrsachsen würden die Verhältnisse noch weiter verbessern. Aber das will die Stadt aus ideologischen Gründen eben alles nicht. Knauss: Herr Zanetti, haben Sie je nur eine halbe Stunde in Schwamendingen verbracht, wo täglich 110 000 Autos und Lastwagen in die Stadt einfahren? Zanetti: Daran arbeiten wir ja mit der Einhausung, Herr Knauss. Knauss: Die Einhausung bringt aber erst 2000 Personen eine Entlastung. Frau Genner, haben Sie heute von Ihren Gesprächspartnern aus den Seegemeinden wenigstens ein einziges Begehren gehört, das Ihnen gerechtfertigt oder zumindest bedenkenswert erscheint? Genner: Ich höre, dass meinen Gesprächspartnern die freie Fahrt durch Zürich wichtig ist. Allerdings weiss ich nicht recht, wie ich für die wachsende Zahl von Autofahrern freie Fahrt garantieren könnte, zumal ich auch gegenüber unserer eigenen Bevölkerung in der Pflicht stehe. Zanetti: Kunststück, können Sie nichts garantieren, wenn der Stadtrat von Zürich Umfahrungsprojekte – Stichwort Knonauer Amt – dauernd bis aufs Blut bekämpft. Guex: Wissen Sie, Frau Genner, die meisten Leute fahren nicht einfach aus lauter Vergnügen mit dem Auto durch die Stadt. Es bleibt ihnen mangels Umfahrungsstrassen nichts anderes übrig. Frau Genner, haben Sie auch Wünsche an die Gegenseite? Genner: Ich setze auf Verständnis dafür, dass ich das Bedürfnis der Menschen in der Stadt nach Lebensqualität als genauso legitim erachte wie den Wunsch nach freier Fahrt durch Zürich. «Dies ist der Artikeltext. Er wiederholt sich jetzt mehrfach. Ein Weiterlesen ist nicht erforderlich.» Vorname Name «Es ist nicht an uns, Vorschläge zu machen, wie die Stadtbewohner vor Autolärm geschützt werden können.» Gaston Guex

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