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Tierkrematorium als Alternative zur Kadaversammelstelle

Die Rütner Sammelstelle für Kadaver musste Ende Juli schliessen. Alternativen gibt es in Hinwil, Uster, Fehraltorf – oder beim Rütner Tierkrematorium.

Von Nina Santner Rüti – Es war Ende Juli, als sich in der Rütner Sammelstelle für Tierkörper Maden breitmachten. «Das war nichts für empfindliche Gemüter», sagte René Müller, Leiter des Natur- und Umweltamts in Rüti gegenüber dem «Zürcher Oberländer». Im Raum, in dem die abgegebenen toten Tiere bis zu einer Woche lagern, war es zu warm geworden. Grund dafür war die 30-jährige Kühlanlage, die den Raum nur noch auf 10 Grad abkühlte anstatt auf die nötigen 4 Grad. René Müller hat deshalb beschlossen, die Sammelstelle für Tierkörper per 28. Juli für mindestens zwei Monate zu schliessen. An der Sammelstelle können Tierärzte und Private tote Tiere gratis und ohne Anmeldung abgeben – Kleintiere, aber auch Schweine und Kälber. 20 Tonnen Tierkörper werden dort pro Jahr entsorgt. Der Rütner Gemeinderat wird Ende August diskutieren, ob die örtliche Kadaversammelstelle definitiv geschlossen oder ob die Kühlanlage ersetzt wird. Eine neue würde 7500 Franken kosten. In der Zwischenzeit müssen die Kadaver in eine der regionalen Sammelstellen in Hinwil, Uster oder Fehraltorf gebracht werden. Kosten nach Kilos Auf das ebenfalls in Rüti liegende Tierkrematorium Dicentra sind die Halter, deren Tiere gestorben sind, bis jetzt noch nicht ausgewichen. Es hat zum Ziel, den Tierhaltern einen würdigen Abschied von ihrem Tier zu ermöglichen. «Oft ist es der Tierarzt, der die eingeschläferten Tiere zur Sammelstelle bringt. Wir haben eine andere Klientel», sagt Urs Kapp, Betriebsleiter bei Dicentra. Das Zentrum, das seit März in Betrieb ist, werde gut genutzt. Die Grundkosten für den Betrieb mit neun Mitarbeitern – einige davon haben sehr kleine Arbeitspensen – seien bereits gedeckt. Seine Kunden kämen nicht nur aus Rüti, so Kapp, sondern auch aus dem Bündnerland und dem süddeutschen Raum. Im Gegensatz zur Sammelstelle ist die Abgabe von Mäusen, Katzen, Hunden und Kühen im Tierkrematorium aber kostenpflichtig. Diese bemessen sich nach dem Körpergewicht: die Kremation eines 100 Gramm schweren Tieres kostet 30 Franken, ein 70 Kilo schweres 490 Franken.

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