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Statt Blumen ein Lichtsignal im Vorgarten

Ausgerechnet vor das denkmalgeschützte Hochstudhaus hat der Kanton einen Ampelmasten gesetzt. Die Otelfinger sehen ihr Ortsbild beeinträchtigt.

Von Ines Rütten Otelfingen – «Sonst sind die Richtlinien für denkmalgeschützte Häuser äusserst streng», sagt Bruno Aus der Au, Präsident des Verschönerungsvereins Otelfingen. «Und hier baut man ein Lichtsignal direkt in den Vorgarten.» Für Aus der Au ist klar: «Das stört das Ortsbild.» Er hat deshalb beim Gemeinderat vorgesprochen und ist dort auf offene Ohren gestossen. «Die Verkehrssicherheit ist zwar wichtiger als der Denkmalschutz», sagt der zuständige Gemeinderat Peter Weber. Zudem sei nur das Haus und nicht etwa seine Ansicht geschützt. «Aber schön ist der Masten natürlich nicht.» Man sei deshalb jetzt mit dem Kanton in Kontakt. Dort suchen die Bauingenieure derzeit nach einer Lösung. Denn so einfach ist der Mast nicht zu versetzen. Im Trottoirbereich habe es vieleWerkleitungen im Boden, sagt Thomas Maag von der Baudirektion. «Und weil die Pläne der Werkleitungen oft sehr alt sind, weiss man nicht immer genau, wo diese wirklich verlaufen.» Deshalb sei es schwierig, dort das Fundament des Pfostens zu setzen. «Wir mussten die Ampelanlage jedoch unbedingt in Betrieb nehmen, weil sie einen Schulweg sichert», so Maag weiter. «Darum musste der Pfosten erst einmal im Vorgarten platziert werden.» Gemeinde und Kanton hoffen dennoch, dass der Mast im Frühling bei weiteren Bauarbeiten an der Landstrasse so versetzt werden kann, dass er nicht mehr im Garten des Hochstudhauses steht. Früher verbreitete Bauweise Das Haus an der Otelfinger Landstrasse ist eines der wenigen erhaltenen Objekte der Hochstudbauweise im Kanton Zürich. Bei solchen Häusern reichen die Dachstützen, eben die sogenannten Hochstüden, vom Boden bis zum First. Diese Bauweise kam im 16. und 17. Jahrhundert im Furttal verbreitet vor. Der Ampelmast vor dem Hochstudhaus soll nach Möglichkeit versetzt werden.Foto:rut

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