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Schule hat sich um 1,2 Millionen verrechnet

Die Ustermer Primarschule vergass, Schulgelder zu budgetieren. Der Gemeinderat musste deshalb einen Nachtragskredit bewilligen.

Von Nicole Roos Uster – «Wie kann man 1,2 Millionen Franken einfach so vergessen?» Diese Frage stellte der Jungfreisinnige Gemeinderat Ivo Koller in der Gemeinderatssitzung von Montag. Die Primarschule Uster hatte Schulgelder, welche sie an die heilpädagogische Förderung von Schülern leisten muss, nicht budgetiert. Da dies Pflichtleistungen sind, entstanden Mehrkosten in dieser Höhe. Walter Meier (EVP), Sprecher der Rechnungsprüfungs-Kommission fragte sich, ob nach dem Debakel um den Projektabbruch beim Schulhaus Krämeracker und der Fehlbudgetierung noch weitere «Hunde begraben liegen könnten». Er lobte aber, dass die Primarschule den Fehler eingestanden und schnell nach Lösungen gesucht habe. «Die RPK nimmt an, dass es sich hier um eine einmalige Angelegenheit handelt und verzichtet auf weitere Abklärungen», so Meier. Rolf Graf (SP) fragte sich, warum das Fehlen der 1,2 Millionen niemandem aufgefallen sei. Schliesslich mache dieser Betrag fast zwei Steuerprozente aus. Die SVP/EDU-Fraktion hatte sich für Stimmfreigabe entschieden, enthielt sich aber mehrheitlich der Stimme. Und die FDP/JFU/CVP-Fraktion stimmte dem Nachtragskredit zähneknirschend zu, wie Ivo Koller sagte. Schliesslich wurde der Kredit mit 21 zu 1 Stimme bewilligt. Als weiteres Geschäft behandelte der Rat die Entwicklung des Gebiets um die Dorfbadi und die Villa am Aabach. Der Stadtrat will dort einen neuen Park schaffen (TA berichtete). Ebenfalls geplant sind zwei Wohnüberbauungen und den Aabach entlang ein Uferweg. Bei den Parlamentariern stiessen die Ideen auf Zustimmung. Rudolf Locher (FDP) begrüsste die Konzeptidee. Er warf die Frage auf, wie es nun mit der Villa am Aabach weitergehe. Benno Scherrer (GLP) schlug vor, einen durchgehenden Weg am Aabach entlangzuführen. Der Weg dürfe nicht abschnittsweise hinter Häuserzeilen verschwinden. Rolf Denzler (SVP) sagte, es mache Sinn, dass das Gebiet um die Dorfbadi attraktiver werde. Er fragte jedoch, ob es gut sei, wenn die Badi das ganze Jahr zugänglich wäre, wie der Stadtrat vorschlägt. In die gleiche Richtung zielte auch das Votum von Simone Michel (Grüne), die sich fragte, wie sich ein Park für alle mit einer angrenzenden Wohnüberbauung vertrage. Balthasar Thalmann (SP) wiederum träumte von einem durchgehenden Aabachweg vom Trümplerareal in Oberuster bis an die Einmündung des Aabachs in Niederuster. Der Rat hiess das Konzept mit 29:0 Stimmen gut. Der Rat schrieb zudem ein beantwortetes Postulat zur Zentrumsentwicklung ab, obwohl Postulant Balthasar Thalmann einen Ergänzungsbericht verlangt hatte.

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