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Rüschlikon senkt Steuern doch

Rüschlikon – Die Rüschliker wollen nun doch nicht auf die Millionen verzichten, die Glencore-Chef Ivan Glasenberg und weitere Manager seines Rohstoffunternehmens in die Gemeindekasse spülen. Die Mehrheit der anwesenden 424 Stimmberechtigten hat an der Gemeindeversammlung vom Montagabend einer Steuersenkung von 7 Prozentpunkten auf 72 Prozent klar zugestimmt. Mit diesem Entscheid haben sich die Rüschliker gegen die Pläne der Gruppe Solidarität Rüschlikon entschieden. Vertreter der SP, Grünen und Grünliberalen wollten mit einem Vorstoss eine Steuersenkung von lediglich 5 Prozentpunkten erreichen. Die übrigen 2 Prozentpunkte sollen als Solidaritätsbeitrag für soziale Zwecke eingesetzt werden. Das entspreche rund einer Million Franken. Für ein entsprechendes Solidaritätsprojekt sollte der Gemeinderat den Stimmbürgern später eine separate Vorlage vorlegen. Davon wollten Gemeinderat und eine klare Mehrheit an der Versammlung aber nichts wissen. Ursula Rütter-Fischbacher, Mitinitiantin der Gruppe Solidarität Rüsch- likon und Geschäftsfrau, war überrascht, dass die Reaktion der Rüeschliker am Montag so vehement ausfiel. Es müsse sich um einen Abwehrreflex handeln, sagt sie. «Wir gehen davon aus, dass den Schweizern noch nicht so bewusst ist, dass Rohstoffabbau oft Hand in Hand mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und Umweltschädigungen geht.» Auch Schweizer Firmen wie Glencore verdienten ihr Geld so, das wollten viele aber nicht wahrhaben. (asc/ssi)

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