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Rafz lässt sich für nachhaltige Energiepolitik auszeichnen

Die Rafzerfelder Gemeinde ist neu eine von 219 Energiestädten. Das Label wurde auch dank der Holzwärmegenossenschaft erreicht.

Von Amir Ali Rafz – Seit gestern gehören die knapp 4000 Rafzerinnen und Rafzer offiziell zu den landesweit 3,3 Millionen Menschen, die in einer Energiestadt leben. Am Abend fand im Saal des Zentrums Tannewäg die Übergabe des Zertifikats statt. Als hoher Besuch stand Regierungsrat und Baudirektor Markus Kägi auf der Gästeliste. Das Label Energiestadt, so heisst es auf der Website, zeichnet Gemeinden aus, «die eine nachhaltige kommunale Energiepolitik vorleben und umsetzen». Vergeben wird die Auszeichnung vom gleichnamigen Trägerverein im Rahmen des Programms «Energie Schweiz» des Bundesamts für Energie. Sanierungen gefördert In Rafz wurde der Grundstein für den bewussten Umgang mit Energie und Rohstoffen früh gelegt. Die 1994 gegründete Holzwärmegenossenschaft ist eine der Massnahmen, die der Gemeinde beim Erwerb des Labels angerechnet wurden. Heute werden rund 40 Prozent der Rafzer Liegenschaften mit erneuerbarer Energie beheizt. Ausserdem hat die Gemeinde ökologische Einkaufsrichtlinien für die öffentliche Beschaffung erlassen und deckt den Strombedarf von gemeindeeigenen Anlagen und Gebäuden vollumfänglich mit Naturstrom. Und wer in Rafz eine Fotovoltaik- oder Solaranlage installieren will, bezahlt für die Baubewilligung keine Gebühr. All diese und weitere Massnahmen haben Rafz zur Energiestadt gemacht. Zwei weitere grössere Projekte wurden in Rafz erst dieses Jahr beschlossen. Privaten, die ihr Haus mit einem Wärmebild auf seine Energieeffizienz überprüfen, bezahlt die Gemeinde 400 Franken an die Thermografie. Hausbesitzer, die eine energieorientierte Gebäudesanierung planen und vom Kanton die Bewilligung dazu erhalten, werden von der Gemeinde mit maximal 3000 Franken unterstützt. Überprüfung erforderlich Energiestädte können sich allerdings nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Der Rafzer Gemeindepräsident Jürg Sigrist (SP) bezeichnet die Arbeit an der Nachhaltigkeit als «dynamischen, zukunftsgerichteten Prozess». Was so viel heisst wie: «Alle vier Jahre überprüft die Labelkommission unsere energiepolitischen Aktivitäten.» Um die Auszeichnung zu behalten, müssen Energiestädte auch nach Erhalt des Zertifikats weiterhin Massnahmen umsetzen. Wer ausgezeichnet werden will, muss in einem ersten Schritt dem Trägerverein beitreten. Aus einem Katalog von 87 Massnahmen in verschiedenen energierelevanten Bereichen wird eruiert, welche Massnahmen in der jeweiligen Gemeinde überhaupt umgesetzt werden können. Für jede Massnahme gibt es Punkte. Wer mindestens die Hälfte der Punkte erzielt, wird zertifiziert.

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