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Rätselhaftes Haus: Spur führt nach Stäfa

Stäfa/Huttwil – Im Bernbiet rätselt man zurzeit über ein Haus, das im Februar unter den Hammer kommt. Auf gerade mal 85 000 Franken ist sein Wert eingeschätzt worden – das wäre zwar viel für ein Auto, schreibt die «Berner Zeitung», aber für ein Haus sei das ein Spottpreis. Der merkwürdige Vergleich ist nicht zufällig gewählt, denn das Haus in der Gemeinde Huttwil gehört zur Konkursmasse der Stäfner Firma Rinnova, und diese geschäftete laut Handelsregister unter anderem mit «Fahrzeugen der Luxusklasse». Wofür das Unternehmen das Haus verwendet habe, wisse auf dem Konkursamt Emmental-Oberaargau niemand, schreibt die Zeitung weiter – als Lagerraum für Autos scheine das Gebäude nicht unbedingt geeignet. Bei der Rinnova AG handelt es sich um die Firma des berühmt-berüchtigten Stäfner Drogenhändlers Reinhard Lutz, der im Juni zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Dieser besass auch ein Haus im Quartier Kehlhof, von dem aus er Kokain verkauft hat. Das Gebäude war im März 2009 bei einer Razzia auf den Kopf gestellt worden. Ebenfalls auf die Rinnova eingetragen war ein Motorrad, mit dem ein 41-Jähriger im August tödlich verunfallte – ausgerechnet auf der Seestrasse in der Nähe des ehemaligen Hauses von Lutz. Dieser hatte es einst zu einiger Bekanntheit gebracht, weil er 100 Kilogramm Kokain von Brasilien in die Schweiz geschmuggelt hatte und später von «Aktzenzeichen XY . . .» gesucht worden war.(hub)

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