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Opfiker SVP schoss gegen neues Asylheim

Das Stadtparlament von Opfikon hat einer neuen Asylunterkunft nur mit Mühe zugestimmt. Die Nähe zu zwei Kindergärten war der SVP ein Dorn im Auge.

Von Alexander Lanner Opfikon – Für 2,19 Millionen Franken baut die Stadt Opfikon an der Oberhauserstrasse ein Wohnheim für 60 Asylsuchende. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) hat ihren Antrag am Montagabend im Parlament durchgebracht. Er sieht vor, auf der ehemaligen Spielwiese des Freibads je einen ein- und einen zweigeschossigen Trakt in Massivbauweise zu erstellen. Der Stadtrat hatte zuvor ein gleich grosses Projekt in Trockenbauweise beantragt. Das hätte 2,6 Millionen Franken gekostet. Trotz geringerer Kosten hatte die SVP etwas zu bemängeln: den Standort. «Ein Asylheim mitten in Glattbrugg neben zwei Kindergärten zu bauen, lehne ich entschieden ab», sagte SVP-Gemeinderat Tan Birlesik. Wie den jüngsten Medienberichten entnommen werden könne, sei mit neuen Asylsuchenden auch mit vermehrter Kriminalität zu rechnen. Ein zentraler Standort würde diesen Befürchtungen nicht entgegenwirken. Als alternativen Standort schlug er vor, in der Nähe des Schweizer Fernsehens zu suchen. Zudem müssten alle Gemeinderäte in dieser heiklen Frage Transparenz zeigen. Für die Abstimmung beantragte er Namensaufruf. Aus den Reihen von SP, CVP und EVP erntete Birlesik Unverständnis. Ein zentraler Standort ermögliche eine grössere Kontrolle, hiess es. Ausserdem befinde sich dieser in der Nähe der Polizeiposten. Am Ende stimmten 22 von 33 Parlamentariern für den RPK-Antrag. Budget noch nicht verabschiedet Das Budget und der Steuerfuss 2012 konnten am Montagabend – nach vielen chancenlosen Kürzungsanträgen der SVP – nicht bewilligt werden. Kurz vor 22.30 Uhr beschloss das Parlament mit 26 gegen 4 Stimmen bei 3 Enthaltungen, in einer Woche nochmals eine Sitzung abzuhalten. Im TA wurde gestern irrtümlicherweise eine nicht bestätigte Vorabmeldung abgedruckt.

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