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«Mein Luxus ist die Lebensfreude»

Fragebogen Rolf Fringer, was ist Ihre grosse Leidenschaft neben dem Sport? Meine Kinder. Ski fahren in Lech am Arlberg – und Golf (Handicap 15). Was wären Sie geworden, wenn nicht Profitrainer? Ich habe sehr gern mit Menschen zu tun und übernehme gern Führungsaufgaben, darum wohl irgendetwas im Bereich Management. Was haben Sie im Sport gelernt, was man im normalen Leben nicht lernt? Den Umgang mit Sieg und Niederlage und eine gewisse Demut. Sport bedeutet auch Erziehung, ist eine Lebensschule. Welchen Sportanlass haben Sie zuletzt als Privatperson besucht? Am Montag das Challenge-League-Spiel FC Aarau gegen FC Vaduz. Welchen Luxus leisten Sie sich? Mein Luxus ist die Lebensfreude. Und ich kann in einem vernünftigen Rahmen tun und lassen, was ich will. Wie oft gehen Sie zum Coiffeur, und wie viel darf es kosten? Etwa alle zwei Monate. Ich habe ja einen einfachen Haarschnitt, und der kostet nicht die Welt, vielleicht 50 Franken. Was ist Ihre liebste TV-Sendung? Berufsbedingt diktiert in erster Linie der Fussball mein Fernsehprogramm. Aber ich verfolge auch politische Sendungen. Welches Menü haben Sie zuletzt gekocht? Ich liebe es, zu grillieren, zu essen, zu plaudern, weiterzugrillieren … Das kann dauern (lacht). Welches ist Ihr Lieblingsort? Stansstad, mein Wohnort. Es ist ein Privileg, hier zu leben. Wie sehen Ihre Traumferien aus? Es gibt kein Schema «Traumferien». Ich bin ebenso gern in den Bergen wie am Meer. Und es kommt auch vor, dass ich mit dem Auto losfahre und dort übernachte, wo es mir gerade gefällt. Was bedeutet die Schweiz für Sie? Hier geboren zu werden und aufwachsen zu dürfen, ist ein Geschenk Gottes. Das darf ich sagen, auch wenn ich nur den österreichischen Pass habe (lacht). Was würden Sie als König der Schweiz verändern? Den Steinreichen einen Teil ihres Geldes wegnehmen und gerecht verteilen. Ein Tag, den Sie nie vergessen? Die Geburt meiner Kinder Michel und Aline. Woran glauben Sie? Zuerst an mich. Und ich glaube an Gerechtigkeit. Natürlich gibt es Schicksalsschläge. Aber mehrheitlich bekommt man, was man verdient. Welchen Geruch mögen Sie? Den Geruch eines wunderbaren Stücks Fleisch, zum Beispiel von meinem Grill. Eigentlich unbeschreiblich … – ein Traum! Welche Persönlichkeit fasziniert Sie? José Mourinho, vielleicht gerade deshalb, weil er auch am 26. Januar Geburtstag hat. Und Leute, die sich selbstlos fürs Gemeinwohl einsetzen wie beispielsweise Pfarrer Ernst Sieber. Wofür haben Sie kein Verständnis? Für exorbitante Managerlöhne. Das regt mich auf. Was wollen Sie in Ihrem Leben unbedingt noch erleben? Ferien in Australien und Neuseeland. Interview: Peter M. Birrer Rolf Fringer Der 53-jährige Österreicher, der in Adliswil aufwuchs, übernahm 2008 den FC Luzern. Der Trainer bewahrte den Klub vor dem Abstieg, jetzt führt er mit ihm die Super League an.

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