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Mehr Sonnenlicht für Eglisauer Schüler

Im Schulhaus Steinboden wird es dank eines Umbaus künftig mehr Platz haben. Die Anbauten erlauben auch ungewohnte Aussichten nach drinnen und draussen.

Von Michael Weber Eglisau – Wo heute die Frösche im Biotop neben dem Eglisauer Primarschulhaus Steinboden quaken, soll dereinst das neue Lehrerzimmer stehen. Auf gleicher Höhe, aber auf der anderen Seite der Turnhalle sind drei Kindergarteneinheiten geplant. Dies sind die beiden grundlegenden Erneuerungen, die das Siegerprojekt für den Umbau Steinboden vorsieht. Gestern präsentierte die Schulgemeinde Eglisau jene sechs Projekte, die am 130 000 Franken teuren Umbau-wettbewerb teilnahmen. «Alle haben einen hohen Standard. Aber nur das Siegerprojekt verbindet alle guten Ansätze miteinander», lobt Schulpflegemitglied Hansruedi Leuenberger die Ideen des Winterthurer Architekturbüros Hopf + Wirth. Denn die geplanten Anbauten passten von der Charakteristik her zum eigenwilligen Baukörper, den der damalige Architekt Ernst Gisel 1980 umsetzte. Gisel selbst sass ebenfalls in der Jury, welche die Ideen von Hopf + Wirth einstimmig zum Sieger kürte. Kosten noch unbekannt Toni Wirth von Hopf + Wirth war während seiner Präsentation voll des Lobs über den heutigen Bau. Das Haus wirke wie eine kleine Stadt, welche die Niveauübergänge der Umwelt elegant aufnehme. Zudem fasziniere, wie das Tageslicht den Besucher durch die Gänge leite. Auch die drei geplanten Kindergartenanbauten sollen durch viele Fenster vom Tageslicht durchflutet werden. Der Projektvorschlag geht aber noch weiter: Jede Kindergarteneinheit hat ihr eigenes Freiluftzimmer. So könnten die Kinder schnell raus an die frische Luft und seien dennoch unter Aufsicht der Kindergärtnerin. «Gleichzeitig sind diese Höfe Lichtquellen, die für viel Helligkeit sorgen», schwärmt Silke Hopf vom Architekturbüro Hopf + Wirth. Dasselbe Konzept verfolgten die Architekten in der Gestaltung der Gruppenräume. Diese werden an die im obersten Stockwerk gelegenen Klassenzimmer angebaut. Diese 18 Quadratmeter grossen, gangförmigen Zimmer haben zwar ein Dach, sind aber rundum mit Glasfenstern einsehbar. Auch vom Lehrer, denn sein Pult liegt auf Höhe der Glastür. Die Bevölkerung kann die sechs Projekte noch bis zum 6. März im Schulhaus Steinboden besichtigen. An der kommenden Gemeindeversammlung im Mai können die Eglisauer zwar nicht mehr den Projektsieger wählen; sie bestimmen aber über den Projektierungskredit. «Wir wollen die Bevölkerung möglichst transparent über die Schritte des Umbaus informieren», verspricht Fachjuror Urs-Beat Meyer. Dennoch sei es im Moment noch nicht möglich, die Höhe des Projektierungskredits ungefähr zu beziffern. Nimmt die Gemeindeversammlung diesen an, erarbeitet die Schulgemeinde bis zum Sommer 2012 den Baukredit, über den die Eglisauer an der Urne abstimmen werden. «Wir haben das sportliche Ziel, im Sommer 2013 fertig zu sein», sagt Schulpflege-Mitglied Hansruedi Leuenberger.

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