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Mehr Hartgesottene als Eier

Am Ostermontag sprangen 330 Schwimmer ins kalte Wasser. Die Veranstalter des Blaueierschwimmens verzeichnen dieses Jahr einen Teilnehmerrekord.

Von Andy Pfister Uster – «Augen zu und durch!», schrie Roberto Schoch, bevor er sich in den kalten Greifensee stürzte. Als einer der Ersten schwamm der Wetziker vom Steg zum Sprungturm der Seebadi Uster, um sich dort ein blaues Ei zu schnappen. Dank der warmen Temperaturen konnte das mittlerweile zur Tradition gewordene Blaueierschwimmen am Ostermontag einen Teilnehmerrekord verzeichnen. 330 hartgesottene Schwimmer legten die 20 Meter gestern Nachmittag zurück. Auf dem Sprungturm lagen indessen lediglich 300 Eier bereit – die Veranstalter hatten nicht mit einem derartigen Ansturm gerechnet. «Am ersten Anlass im Jahr 2004 nahmen 44 Personen teil. Seither wurde das Interesse immer grösser», sagt Organisator Mike Mitchell. Salto vom Sprungturm Charakteristisch für den Anlass sind nebst niedrigen Wassertemperaturen auch die Badeanzüge der Teilnehmer. So gesellte sich etwa ein bärtiger Kilt-Träger zu einer Gruppe Feuerwehrleute, die in orangen Schutzhosen ins Wasser stiegen. Eine Dame mit gefiederter Badekappe hatte sich – passend zur Farbe der Eier – Lippen und Wimpern blau geschminkt. Obwohl unauffällig gekleidet, sorgten auch die jüngeren Wasserratten für Aufsehen: Oskar Asmis aus Uster wagte auf dem Rückweg einen Salto vom Turm. Sowohl der 10-Jährige selbst als auch sein blaues Ei überstanden den Sprung unversehrt.Gegen Ende des Anlasses tauchte ein bekanntes Gesicht auf dem Steg auf. Nicolas Fischer, für einmal nicht seilspringend bei «Die grössten Schweizer Talente», sondern als Eierjäger. Der 19-Jährige wohnt in der Nähe der Badi und liess es sich nicht nehmen, am Blaueierschwimmen teilzunehmen. Das Wasser sei ja warm gewesen, sagt er. «Alles im blauen Bereich» Im Gegensatz zum Gros der Teilnehmer bedeutete das Blaueierschwimmen für Fischer nicht den Beginn der Badesaison. Er schwimme regelmässig im See. «Selbst wenn die Wassertemperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt liegt.» Neben Schwimmen und Seilspringen hat der Sportler auch ein glückliches Händchen: Trotz zahlreicher Duelle mit seinen Kollegen blieb Fischers Ei bis zum Ende heil. Kaum zum Tütschen kam Organisator Mike Mitchell. Sowohl Radiosender als auch Fernsehstationen interessierten sich für das Ustermer Blaueierschwimmen, und so gab der Organisator Interview an Interview. Glücklich war er dennoch: «Trotz des Besucheransturms ist der Anlass reibungslos verlaufen – alles im blauen Bereich.» Nicolas Fischer. Foto: Urs Weisskopf

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