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Lösung für umstrittene Bahnunterführung in Uster

Initiativkomitee und Stadtingenieur haben die Planung für die Unterführung Winterthurerstrasse abgeschlossen. Es scheint, als wären alle mit der gefundenen Lösung zufrieden. Jetzt beurteilt der Kanton das Projekt.

Von Eduard Gautschi Uster – Die Querelen zwischen dem Initiativkomitee Unterführung Winterthurerstrasse und den Verantwortlichen der Stadt Uster sind offenbar beendet. Noch im Oktober 2010 hatte das Komitee den Stadtrat scharf kritisiert und ihm «schleppende Arbeitsweise» vorgeworfen. Weiter kritisiert es, dass ohne Rücksprache mit ihnen die Rahmenbedingungen des von den Initianten vorgeschlagenen Unterführungskonzepts geändert wurden. Anstelle je eines Rad- und Gehwegs auf beiden Seiten der Strasse war im ersten Entwurf der Stadt nur ein richtungsgetrennter Rad- und Fussweg geplant worden. Lob von den Initianten Werner Kessler, SD-Gemeinderat und Mitglied des Initiativkomitees: «Die Zusammenarbeit mit dem Stadtingenieur Andreas Frei war sehr sachbezogen und entsprechend konstruktiv.» Ins gleiche Horn stösst auch Initiant Paul Stopper: «Das Klima an der Sitzung war gut, der Stadtingenieur hat bei der Projektierung der Unterführung gute Arbeit geleistet.» Nachdem es anfänglich etwas geharzt hat, ist die Planung des Projekts im Sinne der Initianten vorangetrieben worden. Im Projekt sind nun auf jeder Seite der Strasse, die unter der Bahn durchführen wird, ein Rad- und ein Fussweg eingezeichnet. Ein weiterer Streitpunkt betraf die Zahl der Gleise. Die SBB hatten verlangt, dass die Unterführung breit genug sein muss, um ein zusätzliches Gleis aufzunehmen. Statt deren drei sollten vier Gleise verlegt werden können. Paul Stopper: «Wir haben uns mit den SBB darauf geeinigt, dass Platz für ein viertes Gleis geschaffen wird – allerdings müssen die SBB für die dadurch entstehenden Mehrkosten aufkommen.» Durch den Bau der Unterführung fällt die erst mit der Vergrösserung des Parkplatzes geschaffene Zufahrt zum Parkplatz der Migros von der Winterthurerstrasse her weg. Die Zufahrt zum Parkplatz soll wieder wie früher ausschliesslich über die Zieletenstrasse erfolgen. Ins Auge gefasst wurde auch eine direkte Erschliessung von der Oberlandstrasse her. Sie hätte über ein unbebautes Grundstück geführt. Das Land ist in Privathand und dürfte zu teuer sein. Gut bedient werden die Fussgänger. Für sie ist von der Unterführung zur Migros ein Treppenaufgang vorgesehen. Kreuzungen anpassen Die Kostenschätzung von rund 11 Millionen Franken für die Unterführung dürften zu optimistisch gewesen sein. Das räumt auch Werner Kessler ein. «Der Aufwand ist recht gross. Die Unterführung muss ins bestehende Strassennetz des Quartiers eingebettet werden. Somit entstehen zusätzliche Erschliessungskosten, die in unserer Kalkulation nicht berücksichtigt waren.» So muss zum Beispiel die Kreuzung Brandstrasse baulich angepasst und der Knoten Winterthurer-/Oberlandstrasse umgebaut werden. Gleiches gilt wegen des dort zu erwartenden Mehrverkehrs bei der Einmündung der Zieletenstrasse in die Oberlandstrasse. Die Kosten des gesamten Projekts liegen noch nicht vor. Kessler gibt sich diesbezüglich optimistisch. Er glaubt nicht, dass das Projekt dereinst an der Urne wegen der Kosten scheitern wird. «Die Unterführung wird sicher nicht einmal halb so teuer wie die geplante Weststrasse – und die wird nach dem Bau der Unterführung Winterthurerstrasse sowieso überflüssig.» Im Juni 2008 war die Initiative Pro Unterführung Winterthurerstrasse eingereicht worden. Im September 2009 genehmigte das Ustermer Parlament 470 000 Franken für die Erarbeitung eines Vor- und Bauprojekts. Dank diesem Entscheid können die Kosten für das Projekt ermittelt werden. Schon zweimal waren ähnliche Vorstösse an der Urne gescheitert. SD-Gemeinderat Werner Kessler vom Initiativkomitee ist mit der angepassten Lösung zufrieden.Foto: Eduard Gautschi

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