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Limmattal-Spital: Stopp begrüsst

Im Furttal ist man froh darüber, dass das Volk über die Privatisierung der Spitalleitung entscheidet.

Von Manuela Moser Furttal – Die Delegierten der Verbandsgemeinden des Spitals Limmattal werden heute Abend nicht über die Auslagerung der Spitalleitung an die Baarer Firma H Services AG befinden. Wie gestern bekannt wurde, benötigt ein solcher Entscheid eine Volksabstimmung. Im Furttal reagieren die meisten der sieben Verbandsgemeinden erfreut über diese Entwicklung. Für Willy Laubacher, Gemeindepräsident in Otelfingen, ist «alles eh unglaublich schnell gelaufen». Weil dem Spital gegen 150 Millionen Franken fehlen, um die dringend nötige Gesamterneuerung zu finanzieren, hat sich die Spitalleitung vor zwei Monaten für eine Teilprivatisierung entschieden. Im Juni wurde bekannt, dass der Vertrag mit der Baarer Firma H Services abgeschlossen werden soll. Für Willy Laubacher hätte «mindestens eine Vergleichsofferte» vorliegen sollen. In Dänikon hatte man sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt gegen die Auslagerung des Managements entschieden. «Wir sind jetzt froh, dass nichts überstürzt wird», so Gemeindepräsident Daniel Zumbach über die neuste Entwicklung. Von den Trägergemeinden war im Vorfeld auch kritisch kommentiert worden, dass der interimistische Spitaldirektor Leo Boos Mitinhaber der Firma H Services sei. Boos war massgebend am vorgeschlagenen Modell beteiligt. In Boppelsen sieht man dies aber anders. Gesundheitsvorsteher und Spitaldelegierter Cornelis van Rijn: «Mit der Person Boos wäre wenigstens das nötige Know-how vorhanden gewesen.» Jetzt – so befürchtet van Rijn – ist der Prozess schwerfällig geworden und wird Zeit kosten. Zeit, die man laut dem Delegierten aus Boppelsen nicht hat: Bereits ab 2012 müssen die Zürcher Spitaler auch bauliche Erneuerungen über Fallpauschalen finanzieren. Dem Spital fehlt dann das Geld zur Realisierung des nötigen Neubaus.

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