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Leuthard «Es ist leichtsinnig, den Kernenergie-Verzicht zu fordern», TA vom 26. 3.Wenig Engagement der Regierung

Leuthard «Es ist leichtsinnig, den Kernenergie-Verzicht zu fordern», TA vom 26. 3.Wenig Engagement der Regierung Eine Frechheit. Bundesrätin Doris Leuthard qualifiziert die Forderung nach Verzicht auf Atomenergie als «leichtsinnig» ab. Vor dem Hintergrund der Katastrophe von Fukushima eine Frechheit gegenüber wohl der Hälfte der Schweizer Bürgerinnen und Bürger! Die bösen Ahnungen beim Departementswechsel scheinen sich zu bestätigen; da machte sich der Bock gleich selber zum Gärtner. Hans Nussberger, Hinwil Wie bei der Bankenkrise. Leuthard sagte, dass nach den Ereignissen in den Kernkraftwerken in Japan jetzt keine übereilten Schlüsse gezogen werden sollten und dass ein Ausstieg aus der Atomkraft in der Schweiz einer riesigen Anstrengung bedürfte. Da hat die Bundesrätin wohl recht, doch ich vermisse in ihren Äusserungen eine Haltung, die ein so engagiertes Handeln der Regierung erkennen liesse, wie sie es im Fall der Bankenkrise an den Tag legte. Ich befürchte wohl nicht zu Unrecht, dass wenn sich die Atomwolken verzogen haben, in ein, zwei Jahren, die bürgerliche Mehrheit in unserem Parlament den Bundesrat zu überzeugen vermag: Wir brauchen neue Atomkraftwerke, sonst droht die Stromlücke. Es wird dann sein wie im Märchen von den sieben Geisslein; der Wolf wird viel Kreide gefressen haben. Wenn junge Atomwissenschaftler fasziniert sind von der Atomtechnik, kann ich das durchaus verstehen. Doch sie kommen mir überspitzt so vor, wie Buben, die mit dem Feuer spielen. Ich zweifle grundsätzlich an der Sicherheit dieser Technik, auch wenn das Restrisiko minimal ist. Ganz zu schweigen vom weltweit ungelösten Problem der «strahlensicheren» Endlagerung der anfallenden Atomabfälle. Ich bin auch der Ansicht, dass wenn die immensen Finanzmittel der staatlichen Atomkraftförderung in die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energie investiert worden wäre, wir hierzulande einige Schritte weiter wären in Richtung Ausstieg aus der Atomkraft. Räto Arpagaus, Schaffhausen

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