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Küsnachter befürchtet Schleichverkehr

Die Parkplatzfrage bei der geplanten Überbauung Hüttengraben erhitzt die Gemüter, wie eine Veranstaltung zeigte.

Von Nicole Trossmann Küsnacht – Das Bauprojekt Hüttengraben sorgte in Küsnacht für viele Diskussionen. Es ist aber nicht mehr so umstritten wie zu Beginn. Und Lorenz Tschudi vom Quartierverein Allmend lobt das Projekt inzwischen als «beispielhaft». Darum konnte man davon ausgehen, dass kaum einer zur Infoveranstaltung der Baugenossenschaft Zurlinden kommen würde. Dem war aber nicht so: Das Interesse war gross, der Kirchgemeindesaal am Mittwochabend fast voll. Vor allem ein Thema sorgte ganz am Schluss in der Fragerunde für eine hitzige Diskussion: die Parkplätze. Geplant sind im Hüttengraben bei 70 Wohnungen 62 Parkplätze in der Tiefgarage sowie zusätzlich 13 Besucherparkplätze im Freien. Verena Haldi verurteilte dies als «illusorisch». Projektleiter Vonplon erwiderte, heute entspreche ein Parkplatz pro Wohnung nicht mehr dem Bedürfnis. «In Küsnacht ist das anders!», warf ein Zuhörer ein, was Lacher erntete. Auch Ueli Oesch enervierte sich. «Das gibt garantiert Schleichverkehr im Quartier, denn in Küsnacht haben viele Familien gar zwei Autos.» Eine Frau rief bekräftigend: «Das Quartier rundherum wird zugeparkt.» Das Publikum quittierte dies spontan mit Beifall. Urs Frei von der Baugenossenschaft Zurlinden beschwichtigte: «Ich nehme die Kritik ernst und diskutiere intern nochmals über die Parkplatzfrage.» «Facettenreiche Edelsteine» Zu Beginn der Veranstaltung scharten sich die Besucher der Infoveranstaltung bald um aufgehängte Baupläne und das 3-D-Modell. Zudem lagen Broschüren auf, die das Projekt priesen: Die Häuser lägen alsbald wie «facettenreiche Edelsteine» in der Landschaft, von «parkartigen Wiesenflächen» war die Rede, gar von einer «Oase». Von offizieller Seite anwesend waren Urs Frei, Präsident der Baugenossenschaft Zurlinden, Architekt Alain Roserens, Landschaftsarchitektin Carola Antón García, Gemeinderat Ueli Schlumpf (SVP), Projektleiter Benno Vonplon sowie Geologe Bernhard Gruber. Zuerst informierte Architekt Roserens. Ihm zufolge entstehen in acht dreistöckigen Häusern von «unkonventioneller Form» total 70 Wohnungen mit 2,5- bis 5,5-Zimmern, wobei 4,5 Zimmer mit 2500 Franken Miete zu Buche schlagen. Die Fassade besteht aus Holz, vermutlich farbig. Zwischen den Häusern befindet sich die unterirdische Garage mit gedeckter Einfahrtrampe. Der Zeitplan beinhaltet die Baueingabe im Juli. Der Baubeginn ist auf Frühling 2012 angesetzt, der Bezug auf Ende 2013. Nach Roserens informierte Carola Antón García über den Aussenbereich. Dieser beinhaltet drei Sitzplätze, zwei Gemeinschaftsplätze, einen Spielplatz, eine Wiese. Es werden etwa sieben grosse Bäume gepflanzt und weiter aussen mehrere kleine. Die Landschaftsarchitektin erläuterte auch die durch die grabenartige Geografie problematische Wassersituation: Regenwasser fliesst vom Hang in die Ebene und versickert dort wegen des harten Bodens nur schlecht. Leicht erhöhte Trottoirs sollen wie Dämme wirken, einige Versickerungsmulden helfen weiter, dass sich das Wasser nicht in der Mitte sammelt.

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