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Klimapreise für Männedorf

Das Spital und das Energieholzzentrum haben von der Zürich-Versicherung den Anerkennungspreis für nachhaltiges Wirken im Klimaschutz erhalten.

Von Bettina Bernet-Hug Männedorf – Ende März hat die Zürich Versicherungsgesellschaft AG im Rahmen des Zurich-Klimapreises Projekte der Regionen Zürich und Ostschweiz ausgezeichnet. Aus Männedorf wurden zwei Projekte bewertet, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet haben. Beide wurden mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Die Infrastruktur der Gemeinde Männedorf erhielt den Preis für die geplante Seewasserleitung zum Spital und das Energieholz-Zentrum Pfannenstiel für die Idee des Betriebs. Gemeinderat und Ressortvorsteher Infrastruktur Rolf Eberli zeigte sich erstaunt, wie viel im Bereich Senkung der CO2-Emissionen getan werden kann. «Für uns ist dieser Anerkennungspreis eine grosse Motivation.» Es sei eine Bestätigung für die Gemeinde, auf dem richtigen Weg zu sein. Mit der neuen Seewasserleitung bezieht das Spital Männedorf ab 2012 Seewasser zum Kühlen von Geräten und heizen von Räumen. Damit das Vorhaben realisiert werden kann, muss zunächst eine Leitung vom Seewasserwerk zum Spital gelegt werden. Baubeginn ist voraussichtlich im Juni dieses Jahres; das Seewasserwerk soll durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt werden. Ziel des Spitals ist es, sich längerfristig von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu lösen. Die Kosteneinsparung für das Spital wird auf 100 000 Franken pro Jahr veranschlagt. Der kürzlich in Männedorf erbaute Hauptsitz der Firma Swarovski profitiert ebenso von der Leitung. Holz-Energie für die Region Beim Energieholzzentrum Pfannenstiel wiederum wurde die Betriebsidee ausgezeichnet. Genossenschaftspräsident Frank Kessler wertet die Auszeichnung als Bestätigung ihrer Arbeit. Diese öffentliche Anerkennung sei wichtig, gerade für die oft ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter. Im Energieholzzentrum wird Holz aus nahen Wäldern zu Brennholz, Holzschnitzeln, Finnenkerzen, Latten und Pfählen verarbeitet. Der Präsident bedauert, dass der Kanton derzeit die Lagerung von Holz im Wald und auf nahegelegenen Wiesen nicht zulässt. Dies sei wichtig, weil kostengünstig, so Kessler. Eine Lagerung auf industriellen Plätzen sei zu teuer. Wie Eberli sagt, will die Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil (ZPP) einen Antrag an den Kanton stellen, um diese «unhaltbare Situation» zu beenden. Die Waldbewirtschaftung sei darauf angewiesen.

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