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Keine Nervosität bei der Debütantin

Sara Lüscher (Nänikon) und Caroline Cejka (Bülach) überstanden an den OL-WM die Qualifikation für die Langdistanz souverän.

Von Jörg Greb, Trondheim Erstmals hat sich Sara Lüscher für eine WM der Orientierungsläufer qualifiziert. Und gestern stand sie in Trondheim (No) vor der Premiere. Doch nervös war sie nicht, zumindest nicht nervöser als vor einem «gewöhnlichen» Rennen. Sie erklärte: «Es handelte sich um die Langdistanz-Qualifikation. Und diese, so wusste ich, sollte ich eigentlich packen.» Und sie schob nach: «Eine aussergewöhnliche Stimmung kommt sowieso nicht auf, wir wohnen etwas abseits und sind so auch etwas abgeschirmt. Das Team sorgt für die richtige Grundstimmung.» Lüscher brachte die Ruhe in ihren Lauf. Die 24-Jährige löste ihre Aufgabe überzeugend: Platz 3 in ihrer Qualifikationsgruppe (es gab 3). «Ich wollte souverän laufen, ohne gross aufs Tempo zu drücken», sagte sie. Diese Taktik setzte sie um. Bis auf «ein kleines Überlaufen eines Kontrollpostens» blieb sie fehlerlos. Auch dieser Zeitverlust brachte sie nicht aus der Ruhe. Sie realisierte die «sichere, konzentrierte Qualifikation». Cejka: Den Sümpfen nach Dasselbe galt für die nur wenige Monate ältere Caroline Cejka. Mit Platz 6 in Gruppe 1 kam auch sie weder unterwegs noch danach ins Zittern. Die 15 Besten jeder Gruppe schafften den Einzug in den Final. Cejka kam zu einer speziellen Ehre: Sie wurde vom Speaker öfter als alle anderen genannt. Dies hatte mit ihrer Startnummer zu tun. Gemeinsam mit zwei Konkurrentinnen der anderen Gruppen ging sie als Erste auf die Strecke – und kehrte als Erste zurück. «Ich lief extrem vorsichtig und nahm mir ungewöhnlich viel Zeit», sagte sie. Oft wählte sie Umlaufrouten durch «die sicher begehbaren Sümpfe». «Im Vergleich zum letzten Trainingslager im Mai wars völlig anders; damals wurden wir richtig nass.» Neben den beiden Zürcherinnen qualifizierten sich bei den Frauen auch Simone Niggli-Luder (1.) und Vroni König-Salmi (5.) und bei den Männern Daniel Hubmann (11.), Fabian Hertner (3.), Marc Lauenstein (3.) und Matthias Merz (3.). Trondheim (No). OL-WM. Qualifikation Langdistanz (je 15 Erstklassierte im Final). Männer. Gruppe A: 1. Gueorgiou (Fr) 56:16. – Ferner: 3. Hertner (Sz) 3:13. 11. Hubmann (Sz) 7:10. – Gruppe B: 1. Gonon (Fr) 55:09. – Ferner: 3. Lauenstein (Sz) 3:55.– Gruppe C: 1. Lundanes (No) 54:58. – Ferner: 3. Merz (Sz) 3:32. – Frauen. Gruppe A: 1. Claesson (Sd) 41:16. – Ferner: 5. König-Salmi (Sz) 5:25. 6. Cejka (Sz) 5:53. – Gruppe B: 1. Hausken (No) 43:40. – Ferner: 3. Lüscher (Sz) 2:19. – Gruppe C: 1. Niggli-Luder (Sz) 40:46.

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