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Karriere Frauengeht es nicht um Boni, TA vom 16. Juli

Karriere Frauengeht es nicht um Boni, TA vom 16. Juli Auch Frauen wollen Boni. «Frauen geht es nicht um Boni» – tatsächlich? Mir ging es um meine Boni (als ich noch welche bekam). Ich finde es schrecklich, dass Frau Girsberger uns Frauen die Verhandlungsposition für Boni noch zusätzlich verschlechtert, indem sie behauptet, es käme uns nicht darauf an. Das ist doch ein gefundenes Fressen für unsere Verhandlungsgegner. Ich habe mit meinen Boni wichtige Sachen gemacht: Hypotheken abbezahlt, eine kleine Schönheitsoperation machen lassen, Möbel gekauft, einen Teil der Ausbildung des Sohnes bezahlt. Wenn ich meine amerikanischen Kolleginnen Carly Fiorina und Meg Whitman anschaue, dann können sie sich eine Karriere in der Politik nur leisten, weil sie sensationell hohe Boni bezogen haben. Wenn wir Frauen zu schwach, zu dumm oder zu feige sind, um Boni in Millionenhöhe auszuhandeln, wieso hebeln wir uns dann auf die moralisch bessere Position und sagen: «Mir geht es um die Inhalte und nicht um das Geld.» Brigitte Dougan oder Waltraud Berchtold müssen es erst mal schaffen, Boni von 71 bzw. 36?Millionen Franken auszuhandeln. Moralische Überlegenheit zeigen sie erst dann, wenn sie diese Boni ganz oder teilweise zurückgeben. Es stört mich, wenn Menschen, die nie eine leitende Funktion in der Wirtschaft hatten, pauschalen Urteile über die Wirtschaft und ihre Beteiligten fällen. Susanne Müller-Zantop, Zollikon

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