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Jungsozialisten empört, Gemeinde befriedigt

Der Polizeiaktion gegen den Auftritt der Juso an der Wahlfeier für Ursula Gut in Küsnacht hat ein Nachspiel. «Skandal» rufen die Juso. «Recht so», sagt die Gemeinde.

Von Frank Speidel Küsnacht– Sechs Jungsozialisten wollten am Freitagabend Ursula Gut (FDP) an deren Wahlfeier in der Küsnachter Heslihalle Blumen überreichen. Die Küsnachterin wurde am 9. Mai zur Regierungspräsidentin des Kantons Zürich gewählt. Um gegen diese Wahl zu protestieren, verkleideten sich die Jungsozialisten als Bonzen. Sie hatten vor, der frisch gewählten Regierungspräsidentin im Namen des «Komitees für Superreiche» zu gratulieren, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Denn Gut mache nur Politik für die Reichsten im Kanton Zürich. Am Eingang der Heslihalle wurden die Jusos von der Polizei jedoch aufgehalten und vom Festgelände weggewiesen. «Dieses Vorgehen war völlig unangemessen», sagt Fabian Molina, Kopräsident der Jungsozialisten (Juso) Kanton Zürich. «Dass wir präventiv weggewiesen wurden, ist ein Skandal.» Man sei von der Polizei regelrecht eingekesselt worden. Sauer aufgestossen ist den Jusos zudem, dass die Polizei ihre Personalien aufgenommen hat. Die Jungsozialisten hatten schon am Freitagabend mit einer entsprechenden Medienmitteilung reagiert. Hausverbotb gerechtfertigt Küsnachts Sicherheitsvorstand Arnold Reithaar (SVP) rechtfertigt das Vorgehen der Polizei: «Es wurde ganz offensichtlich eine Störaktion verhindert.» Die Jungsozialisten hätten Plakate mit antikapitalistischen Parolen dabei gehabt. Eine Beeinträchtigung der Feier habe man nicht tolerieren wollen, sagt Reithaar. Die Polizei könne Hausverbote aussprechen, wenn die öffentliche Ruhe in Frage gestellt werde. Dies sei der Fall gewesen, sagt Reithaar. «Deshalb wurden die Jungsozialisten höflich gebeten, das Gelände zu verlassen.»

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