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Intensiver Deutschkurs schon vor dem Kindergarten

In Kloten sollen Kinder ein Jahr vor dem Kindergarten Deutsch lernen. Das Pilot-projekt sieht vor, dass sich ihre Eltern im Bereich Ernährung weiterbilden.

Von Alexander Lanner Kloten – Nach den kommenden Sommerferien besuchen kleine Klotener noch vor dem Eintritt in den Kindergarten einen intensiven Deutschkurs. Mit diesem Projekt beschreitet die Schule neue Wege. «Zwischen 140 und 170 Kindergärtler treten jeweils nach den Sommerferien in die 1. Klasse über», sagt Daniel Bachmann, Bereichsleiter Bildung und Kind in Kloten. Im kommenden Schuljahr würden 25 Prozent der neu eintretenden Kinder über gar keine Deutschkenntnis verfügen. Mit dem Pilotprojekt «Vorschulgruppe Deutsch Intensiv» will Kloten die Deutsch-Förderung stärken. Eltern drücken die Schulbank Ein Jahr vor Kindergarteneintritt werden die Kinder unter Einbezug der Eltern jeweils an zwei Vormittagen während 39 Schulwochen spielerisch unterrichtet. Während zweier Stunden leiten Mitarbeiterinnen der Hort- und Krippebetriebe Looren sowie eine «Deutsch als Zweitsprache»-Lehrperson diese Gruppen. Im Anschluss werden die Eltern oder eine Bezugsperson der Kinder in der Stunde «Lebenskompetenz» unterrichtet. Dabei stehen Themen wie Gesundheitsförderung, Ernährung oder Bewegung auf dem Programm. Für das neue Projekt, das vorerst auf zwei Jahre befristet ist, hat der Stadtrat einen Kredit von 140?000 Franken gesprochen. Pro Vormittag wird von den Eltern zusätzlich ein symbolischer Betrag von 5 Franken kassiert. Freiwillige Teilnahme Bachmann schätzt, dass in jeder der drei neu zu bildenden Gruppen etwa 15 Kinder aufgenommen würden. Allerdings räumt er ein, dass wahrscheinlich nicht alle Eltern das Angebot nutzen werden. «Wir können niemanden zwingen, am Projekt teilzunehmen», sagt Bachmann. Er hofft zumindest, dass die Mehrheit der betroffenen Migranten sich dazu entschliesst, von den neuen Deutschkursen zu profitieren. Die Zahl der ausländischen Familien sei in Kloten in der Vergangenheit zwar nicht explodiert, eine stete Zunahme sei aber zu verzeichnen gewesen. Mit dem Projekt will die Stadt Kloten nicht zuletzt auch Kosten sparen. Ausgaben im Schulangebot «Deutsch als Zweitsprache» und andere Folgekosten wollen die Behörden auf diese Weise mittel- bis längerfristig senken oder gar ganz vermeiden.

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