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In einer Nacht-und-Nebel-Aktion einen Finalplatz ergattert

Sechs Studenten aus Wädenswil hoffen auf den Hauptgewinn in einem Wettbewerb von M-Budget: ein Jahr gratis wohnen.

Von Nicole Trossmann Wädenswil – 45 000 Franken stehen auf dem Spiel. Die Gewinner-WG des M-Budget-Wettbewerbs darf ein ganzes Jahr lang gratis wohnen und eine Party im Wert von 3000 Franken steigen lassen.Darum hoffen die sechs Studenten der ZHAW nun, dass bis zum 4. November möglichst viele Facebook-Mitglieder für ihre WG in Wädenswil abstimmen. Dort, im alten, fünfstöckigen Haus direkt oberhalb der Autobahn, herrscht charmantes Chaos. Im obersten Stock stehen gemütlich zerknautschte Sofas, daneben Billard- und Pingpongtisch; der Dachstock sieht aus, als ob man hier die Feste feiert, wie sie fallen. «Totale Amateure» David Joller entdeckte den Wettbewerb in der Zeitung – und sagte sich: «Den gewinnen wir!» Auf die Aufforderung, die WG möglichst kreativ zu porträtieren, antworteten die Wädenswiler mit einem Video: Ein Moderator von «Tele Migros» wagt sich in die WG der Budget-Verrückten und trifft dort auf durchgedrehte Radler und einen im Kühlschrank sitzenden, Joghurt löffelnden Budget-Fan. Doch während die Konkurrenz mit hoch professionellen Videos auftrumpfte, gestochen scharf, in bester Tonqualität, mit diversem technischen Schnickschnack versehen, bestachen die Wädenswiler durch Improvisation, Witz und Irrsinn. Adrian Wuest lacht. Das Video sei in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entstanden. «Am Vorabend des Abgabetermins deckten wir uns auf die Schnelle mit Massen von M-Budget-Produkten ein, schrieben ein Drehbuch, drehten das Video und bastelten bis in die Nacht hinein daran herum.» Und das, obwohl keiner in der WG eine Ahnung vom Filmen oder Schneiden hatte: «Wir sind die totalen Amateure», gibt Joller fröhlich zu. Wie man etwa ein Video mit Ton unterlegt, musste sich Simon Kaufmann in Windeseile selbst beibringen. Als das Video auf Facebook erschien, verschickten sie Mails an Freunde, Bekannte und Verwandte. Wuest sagt: «In drei Jahren war ich nicht so oft auf Facebook wie in der letzten Woche.» Nicht alle Angefragten jedoch hätten auch gewählt – verständlich: «Wähler müssen sich damit einverstanden erklären, dass die Migros alle Informationen des Facebook-Accounts nutzen darf. Das stiess vielen sauer auf.» Kampf der Billigmänner Im neuen Final-Video, der heute aufgeschaltet wird, lassen die sechs – in Anlehnung an Comic-Superhelden – den M-Budget- gegen den Prix-Garantie-Mann antreten. Ihre Strategie zeugt von stoischer Spontanität: Gestern um 15 Uhr stand das Drehbuch nur in groben Zügen, der Kameramann fehlte ganz. Doch vielleicht führt diese Unbekümmertheit zum Ziel; mit dem ersten Video verwiesen sie 300 andere WGs auf die Plätze. «So oder so: Über dieses Video lachen wir noch in 50 Jahren», sagt Lucien Biolley. «Und falls wir gewinnen, laden wir alle Wähler zum rauschenden Fest in die WG ein», sagt Joller. Dafür spendiert die Migros 3000 Franken – nur: «Nach dieser Party müssen wir wohl das ganze Haus renovieren.» http://apps.facebook.com/m-budget/media/1424# Vier von sechs aus der Wädenswiler WG (v. l.): Lucien Biolley, Adrian Wuest, David Joller, Simon Kaufmann. Foto: Patrick Gutenberg 35 % WG9968 4_F Peter Früh 8524

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