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Im Sommer 2011 steigt GC ab. «Die Entwicklung stimmt», sagt Ciriaco Sforza danach. Linsi lächelt neben ihm und bietet als Dank einen Kontrakt bis 2030. Auch kündigt er den Letzigrund-Mietvertrag und verpflichtet Ailton.

Es ist im Spätsommer 2016, Spieltag in der Challenge League, der Campus platzt aus allen Nähten. «Bald ist der dritte Ausbau fertig, es wird wunderbar», sagt Urs Linsi. Der GC-Präsident strahlt. 24 500 statt wie bisher 18 900 Zuschauer wird das Stadion dann fassen. Die Saisonkarten-Warteliste allerdings ist über 10 000 Namen lang. Auf ricardo.ch werden für Vorkaufsrechte Fantasiepreise bezahlt. Im Sommer 2011 steigt GC ab. «Die Entwicklung stimmt», sagt Ciriaco Sforza danach. Linsi lächelt neben ihm und bietet als Dank einen Kontrakt bis 2030. Auch kündigt er den Letzigrund-Mietvertrag und verpflichtet Ailton. «Toni ist Toregarantie», sagt der brasilianische Stürmer bei seiner Ankunft und verlangt ein Stück Kuchen. Nach seinen 12 Treffern in den ersten drei Spielen wollen über 7000 den Match gegen Lausanne (3:1, dreimal Ailton) sehen. «Für uns ist jedes Spiel ein Cupfinal», sagt Sforza. Und so ist es im Prinzip nichts als logisch, dass das Spiel gegen Verfolger Servette nach Bern verlegt wird. 28 000 kommen. Die Grasshoppers beenden die erste Saison auf Platz 1. Sie verweigern aber den Aufstieg wie Servette, Lausanne, Winterthur und Lugano. Dieses Szenario wiederholt sich jährlich. Die Challenge League ist ein Kassenschlager. Jede Runde bietet einen Klassiker, GC nimmt allein dank dem Exklusivvertrag mit TeleZüri 25 Millionen Franken ein. Die Finanzkraft der Liga weckt Begehrlichkeiten. Christian Constantin will sich Sions Relegation aus der Super League vor dem CAS erstreiten. Luzern verkauft Yakin und Gygax, um wenigstens der Abstiegszone näherzukommen. Anwalt und FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler behauptet, im Spielreglement eine Lex Classico gefunden zu haben, und verlangt so Einlass in die Spielgemeinschaft – erfolglos. Nur im Letzigrund lebt Ancillo Canepa weiterhin in seiner Welt. Vor dem Spitzenkampf gegen Vaduz schreit er ins Mikrofon: «Wir stürmen in die Champions League.» Er wird ausgepfiffen. In der Südkurve hängt ein Transparent: «Ein Kanton, zwei Vereine, mir wänd au i d Schällensch Liig».(ukä.)

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