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Heimatschutz punktet im Kampf um die Schönau

Erlenbach – Der Streit um die Schönau dauert schon drei Jahre: Die Eigentümerin des ehemaligen Seerestaurants will das Haus in Wohnungen umnutzen, der Heimatschutz und der örtliche Verschönerungsverein wollen das Land als öffentliches Erholungsgebiet, beispielsweise als Quaianlage, oder wieder als Restaurant zugänglich machen. Der jüngste Entscheid fiel zugunsten des Heimatschutzanliegens aus: Das Verwaltungsgericht hat den Baustopp der Vorinstanz bestätigt. Die Baufreigabe dürfe erst erfolgen, wenn die Baudirektion rechtskräftig darüber entschieden habe, ob dieses Land überhaupt für rein private Zwecke genutzt werden dürfe. Die Schönau beansprucht sogenanntes Konzessionsland, Land also, das durch Aufschüttung des Seeufers gewonnen und dereinst vom Kanton als Konzession abgegeben wurde. Im Falle der Schönau erfolgte dies 1936 und explizit für eine Restaurantnutzung. Im Zusammenhang mit Seeuferwegen ist der Umgang mit Konzessionsland immer wieder Thema. Die strittige Frage lautet, ob der Kanton diese befristeten Konzessionen aufheben und das Land ohne Entschädigungszahlungen zurückfordern kann. Das Erlenbacher Verfahren rund um die Schönau hat folglich auch Präzedenzcharakter. (net)

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