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Handfeste Standortbestimmung für den Leader

Klotens 1:3 gegen Davos war wie ein Playoff-Spiel – und doch für lange Zeit die letzte Begegnung der beiden Tabellenersten.

Von Philipp Muschg, Kloten Nach zwei Dritteln der Qualifikation und vor der Nationalmannschaftspause besteht kein Zweifel darüber, welches die besten Teams des Landes sind: die Kloten Flyers und der HC Davos, der seinen Rückstand auf den Leader dank dem 3:1 auf fünf Punkte verkleinerte. Das Verfolger-Duo Zug/Bern liegt weitere sieben Punkte zurück, alle anderen zwanzig und mehr. Entsprechend gross ist die Rivalität zwischen Zürchern und Bündnern. Am Samstag entlud sie sich in einer Unzahl von Provokationen, Fouls und Regelwidrigkeiten sowie 104 Strafminuten. «Die Spiele gegen die Davoser sind immer umkämpft», sagte Verteidiger Eric Blum, «sie beherrschen es hervorragend, sich stets an der Grenze des Erlaubten zu bewegen.» Blum selbst stand nicht abseits: Als es kurz nach Spielhälfte zu Pärchenbildung auf dem Eis kam, geriet er mit dem zehn Zentimeter grösseren und zehn Kilo schwereren Tim Ramholt aneinander. Ausgelöst wurden die allgemeinen Tumulte durch einen Faustschlag des Davosers Petr Taticek gegen Tommi Santala, der seinerseits dem Tschechen einen Crosscheck verabreicht hatte. Du Bois’ Schlag, Bednars Blessur Der Finne kam ungeschoren davon, bei der Matchstrafe gegen den Tschechen dürfte es indes nicht bleiben: Taticeks Gerade ist eine von zwei Szenen, die sich Einzelrichter Steinmann heute noch einmal ansehen wird. Die andere betrifft Klotens Félicien Du Bois, der HCD-Topskorer Jaroslav Bednar mit einem zweihändigen Stockschlag verletzte. Für beide war das Spiel nach 25 Minuten zu Ende: Du Bois wurde in die Garderobe geschickt, Bednar zog sich eine schwere Prellung am Handgelenk zu und fällt wohl bis zum Spengler-Cup aus. Wem die Intensität des Spitzenkampfs Lust auf mehr gemacht hat, wird indes enttäuscht. Die Begegnung vom Samstag war bereits das letzte von sechs Aufeinandertreffen von Kloten und Davos in der Qualifikation, wobei jedes Team drei Siege verbuchte. Bei der aktuellen Tabellenkonstellation sind weitere Duelle erst im Playoff-Final möglich. Dafür hat Kloten sechs der letzten zwanzig Spiele gegen die Bündner bestritten, worüber sich auch Blum wunderte: «Für die Rivalität mag das gut sein, aber dass wir jetzt gar nicht mehr gegen den HCD spielen, ist schon merkwürdig.» Sorgenfreies Weihnachtsessen Auch wenn nicht nur die Reizschwelle, sondern auch das Tempo tiefer war als eine Woche zuvor bei Klotens 4:2 an gleicher Stelle: Mit der Leistung am Samstag zeigte sich Blum so zufrieden wie mit der bisherigen Qualifikation. In 28 von 34 Spielen holten die Flyers Punkte, nur ein einziges Mal beendeten sie zwei Partien in Folge punktelos. Und auch die personelle Situation ist dieser Tage entspannt wie selten: Ausser dem Langzeitverletzten Radek Hamr fehlte nur Marcel Jenni, der in den beiden Vorweihnachtsderbys gegen die ZSC Lions jedoch in die Mannschaft zurückkehren dürfte. Trotz der Niederlage vom Vortag: An ihrem gestrigen Weihnachtsessen hatten die Flyers viel Grund zur Freude.

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