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Hallenbad-Chef hofft auf Grossansturm

Fast wäre das Hallenbad Faisswiesen auf der Grenze von Brüttisellen und Dietlikon zerfallen. Am Neujahrstag wird esneu eröffnet.

Von Christian Wüthrich Wangen-Brüttisellen/Dietlikon – Thomas Reutener ist froh, dass die Umbauarbeiten in seinem Hallenbad bald fertig sind. Ruhiger wird es für den Geschäftsführer der Sportanlagen Faisswiesen und seine Crew allerdings nicht, im Gegenteil. «Ich hoffe, es gibt zur Wiedereröffnung einen Grossansturm auf unser neues Hallenbad», sagt er. Seit Anfang Jahr haben Bauarbeiter und Handwerker das Hallenbad in Beschlag genommen. Jetzt ist der Schlussspurt im Gang: Steckdosen montieren, Lampen anschrauben, Schilder befestigen und alles sauber machen. Das alte Schwimmbecken war undicht, ebenso das Dach. Schwimmen für Erwachsene und Planschen für Kinder waren nicht gleichzeitig möglich. «Die Anlage wurde früher zwar Familienbad genannt – dabei war sie so gar nicht nutzbar.» Darum haben die Betreiber im Zug der Sanierung einen Anbau mit einem Nichtschwimmerbecken und einer Ecke mit Planschmöglichkeiten für Kleinkinder erstellt. So können die sportlichen Besucher im grossen Pool ungestört ihre Längen schwimmen, während die Kinder nebenan gleichzeitig spielen können. Auch im Winter nach draussen Früher, wenn die Nichtschwimmer ins Wasser stiegen, liess der Badmeister einen Hubboden hochfahren. Allerdings war er oft defekt und verunmöglichte auch den Schwimmbetrieb für die übrigen Besucher. Der Anbau bringt nun mehr Möglichkeiten für die Betreiber: Schwimmunterricht der Schulen, aber auch Angebote wie Aquafit und Schwimmkurse können flexibler angeboten werden, sagt Reutener. Gerade jetzt im Winter sei das warme Sprudelbecken draussen eine Attraktion. Nur habe das bislang fast niemand mitgekriegt, weil man das Angebot nicht genug kommunizierte, sagt er. Neu hat das Hallenbad zudem im Eingangsbereich eine Cafeteria und einen Shop. Auch die Technik im Keller wurde neu installiert. Die Belüftungsanlage einzubauen, sei eine Herausforderung gewesen, sagt Reutener. Das grosse Schwimmbecken ist von unten mit einem zusätzlichen Betonmantel umhüllt und darum wieder dicht. 7,5 Millionen Franken wurden in die Anlage investiert. «Wir haben das Budget überzogen», sagt Reutener. Doch die Mehrausgaben wurden vom Verwaltungsrat der Betriebsgesellschaft abgesegnet. Keine zusätzlichen Steuergelder Die Steuerzahler der beiden Trägergemeinden würden deswegen aber nicht zusätzlich belastet, versichert Reutener. Inzwischen liegt der Betrieb der Anlage nämlich in den Händen einer Aktiengesellschaft. Die Gemeinden Wangen-Brüttisellen und Dietlikon leisten keine beliebigen Defizitgarantien mehr, sondern zahlen gemeinsam die vordefinierten Subventionen von 1,3 Millionen Franken jährlich. Am Samstag findet um 11.45 Uhr der Eröffnungsakt statt. Danach Start des Badebetriebs für die Öffentlichkeit. Von 14 bis 20 Uhr gibt es stündlich Führungen. Noch ist Thomas Reutener allein in seinem Bad – das wird sich in den nächsten Tagen ändern.Foto: Christoph Kaminski

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