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Grüne drohen, SP und Grünliberale fordern

Das vorgestellte Verkehrs- und Gestaltungskonzept in Wetzikon ist für die Grünen inakzeptabel.

Von Walter Sturzenegger Wetzikon – Durch geschickte Signalisation könne der motorisierte Individualverkehr vom Zentrum ferngehalten werden, halten die Grünliberalen (GLP) in ihrer Vernehmlassung zum Verkehrs- und Gestaltungskonzept fest, das der Gemeinderat am 14. Juni vorgestellt hat. Das Verkehrsaufkommen von 12 000 Fahrzeugen pro Tag lasse sich spürbar reduzieren und die Aufenthaltsqualität steigern. Die GLP übt aber auch Kritik. Sie befürchtet, die fehlenden Rad- und Fussgängerstreifen sowie die angestrebte Strassenbreite könnten sich negativ auf den Langsamverkehr auswirken. Sie schlägt deshalb vor, den geplanten Mittelstreifen zugunsten breiterer Radstreifen zu verschmälern. Auch erwartet sie vom Gemeinderat, dass sich dieser beim Kanton für Tempo 30 im Stadtzentrum einsetzt. Das ist bislang auf Kantonsstrassen nicht erlaubt. Und sie fragt nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Mit den für die Umgestaltung nötigen zehn Millionen Franken sollten mehr als 60 Meter Fussgängerstrasse und 40 Meter reine Fussgängerzone geschaffen werden können. Schliesslich wünschen sich die Grünliberalen mittelfristig im Stadtkern eine Begegnungszone mit Tempo 20. Dies verleihe Wetzikon jene Attraktivität, welche die Oberlandmetropole verdiene. Die SP verlangt eine Strassenbreite von 4,20 Metern mit beidseitigen Velo-streifen. Auch müsse die Fussgängerzone grosszügiger gestaltet werden und den gesamten Bereich zwischen Kirchen- und Schlosspark umfassen. Solange kein Tempo-30-Regime möglich sei, seien gesicherte Übergänge wie Zebrastreifen vorzusehen. Schliesslich fordert die SP den Gemeinderat auf, darauf hinzuwirken, dass ein attraktiver Mietermix das Zentrum belebt. Nur Verschlechterungen Auch die Grünen kritisieren, dass zwischen Kirche und Kantonalbank keine Velostreifen vorgesehen sind. Das berge für Kinder und wenig geübte Velofahrende «enorme Unfallrisiken». Das Betriebs- und Gestaltungskonzept bringe hinsichtlich Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmer Verschlechterungen mit sich. Die Partei fordert deshalb den Gemeinderat auf, das Konzept überarbeiten zu lassen und durchgängig sichtbare Velomassnahmen zu realisieren. Andernfalls empfehlen die Grünen dem Volk das Projekt abzulehnen.

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