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Grösster Heroinfall im Kanton Zürich

Die Stadtpolizei hat einen Drogenring ausgehoben, der rund 100 Kilo Heroin in die Schweiz schmuggelte.

Von Stefan Hohler Zürich – Stadtpolizei und Staatsanwaltschaft haben einem Schweizer aus Kosovo den Import von rund hundert Kilogramm Heroin nachgewiesen. Die Behörden hatten bereits im Jahr 2009 Hinweise auf den Mann. Sie ermittelten im Rahmen der Operation «Saphir» intensiv gegen ihn und seine ebenfalls albanischstämmigen Komplizen. Dabei wurde die Gruppierung observiert und ihre Telefonate überwacht. Im letzten Jahr verhaftete die Polizei die Männer. Aus ermittlungstaktischen Gründen informierte die auf Drogen spezialisierte Staatsanwaltschaft II aber erst gestern über den spektakulären Fall. Die Polizei konnte im letzten Jahr in zwei Autos in Tiefgaragen in Regensdorf und Zürich insgesamt 96,5 Kilogramm Heroin und 66 Kilogramm Streckmittel sicherstellen. Dies entspricht einem Marktwert von 12 bis 16 Millionen Franken. Der Haupttäter habe aber über hundert Kilogramm Heroin in die Schweiz geschmuggelt, sagt der zuständige Staatsanwalt Christian Meier. Der Drogendealer muss bei einer Verurteilung mit einer langjährigen Freiheitsstrafe rechnen. Neben dem Haupttäter, der vor allem als «Importeur» fungierte, müssen sich noch drei Mittäter vor dem Gericht verantworten. Meier spricht von «Grossisten», die vor allem im Weiterverkauf tätig waren. Sie stammen aus Mazedonien und haben in der Schweiz die Niederlassungsbewilligung C. Die vier Männer wohnten in der Stadt Zürich und der Agglomeration und sind zwischen 30 und 51 Jahre alt. Gegen den Haupttäter sowie einen Mitbeteiligten ist bereits Anklage wegen mehrfacher Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz erhoben worden. Die Anklagen gegen die beiden weiteren Komplizen erfolgen demnächst. Laut Meier würden einzelne Teilgeständnisse vorliegen.

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