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Gemeinden fusionieren Oberstufe

Die Zusammenlegung der Oberstufen Rüschlikon und Kilchberg wird schon seit Jahren immer wieder andiskutiert. Doch jetzt wird es ernst.

Rüschlikon. - Gemeinderat und Schulpflege Rüschlikon haben am Mittwochabend zu einer Informationsveranstaltung in den Singsaal des Oberstufenschulhauses eingeladen, um die Bevölkerung über den Stand der Vorarbeiten einer Schulzusammenlegung zu unterrichten. Gut 70 Personen folgten der Einladung. Die Gemeindeversammlungen von Kilchberg (24. November) und Rüschlikon (3. Dezember) werden über Planungskredite für ein neues, gemeinsames Oberstufenschulhaus entscheiden.

Kleinen Schulgemeinden fällt es zunehmend schwer, die Vorgaben der Bildungsdirektion zu erfüllen. Ihre Klassen erreichen nicht die geforderten Grössen, und so haben sie pro Schüler einen zu hohen Lehreranteil. Um dies zu kompensieren, werden Freifächer gestrichen, was speziell die Oberstufen unattraktiv macht. So wandern viele Schüler ab ins Langzeitgymnasium oder an Privatschulen - die öffentlichen Schulen werden noch kleiner.

Diese Entwicklung macht den Oberstufen von Rüschlikon und Kilchberg seit Jahren zu schaffen. Darum haben die beiden Gemeinden einen Anlauf genommen, die Oberstufe gemeinsam zu führen. Laut dem Rüschliker Gemeindepräsidenten Bernhard Elsener (CVP) ist dies ein Befreiungsschlag, um in einer sonst aussichtslosen Situation eine Abwärtsspirale zu durchbrechen.

Daniel Huber von der Firma Federas ist spezialisiert in der Beratung von Schulgemeinden in organisatorischen Fragen. Er erklärte ausführlich die Gründe, die für eine Zusammenlegung sprechen. Er hat als Planspiel das Funktionieren der neuen Schule bis hin zu den möglichen Stundenplänen durchgedacht und ist überzeugt, dass in einer solchen Schule mindestens 150 Schüler notwendig sind, um die kantonalen Vorgaben zu erfüllen und gleichmässig gefüllte Klassen zu erreichen. In der Oberstufe erreichen die Gemeinden diese Zahl nur bei einer Verbindung.

Architekt schlägt einen Neubau vor

Claude Vaucher von Büro Eins zu Eins hat die Projektstudie als Planer und Architekt begleitet. Aus Sicht der Ökologie, der Raumökonomie, aber auch wegen der Idee, dass eine moderne Schule als Campus mit Ganztagesstrukturen funktionieren muss, findet er zahlreiche Gründe, die für einen geschlossenen, neuen Baukörper sprechen. Und gegen die Ergänzung einer bestehenden Schulanlage.

Alle Referenten des Abends waren sich einig, dass nur eine gemeinsame Schule an einem einzigen Standort zu der Institution werden kann, die den ungünstigen Entwicklungen der letzten Jahre entgegenwirken kann. Das Ziel, das sich die Rüschliker Schulpflegepräsidentin Doris Weber gesetzt hat, eine Schule zu entwickeln, die die Schüler optimal aufs Leben vorbereitet, könne an keinem andern Standort zu tragbaren finanziellen Bedingungen realisiert werden.

In der anschliessenden angeregten Publikumsdiskussion betrafen Fragen besonders die Schulkultur. Zum Beispiel, was unternommen wird, um diese beiden unterschiedlichen Kulturen von Kilchberg und Rüschlikon zu einer einzigen zu vereinen. Doris Weber zeigte sich des Problems durchaus bewusst. Sie konnte aber noch keine genauen Angaben über Massnahmen machen.

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