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Geldsegen dank Steuersündern

Langnau – Die Rechnung von Langnau 2010 schliesst mit einem Rekordergebnis: Die Gemeinde nahm 11,8 Millionen Franken mehr ein als budgetiert. Grund dafür ist die Steueramnestie. Das schlechte Gewissen der Langnauer ist 7,3 Millionen Franken schwer: Diese Summe bescherten die Steuersünder der Gemeinde Langnau letztes Jahr, indem sie sich selbst anzeigten. Sie gehören zu den 1400 Reuigen im Kanton, die von der seit Anfang 2010 geltenden Steueramnestie Gebrauch machten. Wer sich anzeigt, muss nur die Nachsteuern und die Zinsen für maximal zehn Jahre bezahlen, entgeht aber der Busse und einem Verfahren. Wie viele sich in Langnau anzeigten, darüber erteilt die Gemeinde keine Auskunft. Doch nicht nur die Steueramnestie schenkte ein: Grundstückgewinnsteuern von über 1 Million Franken sowie 1,4 Millionen Franken Steuereinnahmen früherer Jahre bescherten der Gemeinde schliesslich einen Ertragsüberschuss von 11,6 Millionen Franken. Diese Rekordeinnahmen werden laut Gemeindepräsident Peter Herzog (CVP) wohl einmalig bleiben: «Wir erwarten nicht, dass wir im zweiten Jahr der Steueramnestie wieder so viel mehr einnehmen.» Nun rät er zur Vorsicht: «Schliesslich haben wir immer noch 12,5 Millionen Franken Fremdkapital, das wir abbauen müssen.»(rau)

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