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Geeignete Grundstücke gäbe es, aber erhältlich sind sie nicht – TA vom 28. 9.

Geeignete Grundstücke gäbe es, aber erhältlich sind sie nicht – TA vom 28. 9. Alarmierende Warnfeuer vom Rechten Seeufer Zuerst etwas Heimatkunde, Zürcher Geografie für weniger Eingeweihte: Zumikon muss von der im TA publizierten Übersicht «Bezahlbarer Wohnraum am rechten Seeufer» ausgeklammert oder gestrichen werden. Nicht wegen der auch hier grassierenden Unbezahlbarkeit von Wohnraum für Normalos. Der Grund ist ein anderer: Das Dorf oben am Chapf erlaubt – hauptsächlich winters – zwar Aus- und Durchblicke auf das linke Seeufer, von Seeanstoss aber kann keine Rede sein. Trotzdem ist neues Bauland auch hier Mangelware. Verantwortlich dafür sind, kurz und bündig: Planungsfehler von unten bis oben, Fussvolk bis Regierung, Kommune bis Kanton. Der Umgang mit Boden und Wasser im Staat offenbart Pferdefüsse der Politik, die sich niemand zu nennen getraut. Ob Fusionen von Seegemeinden im Bezirk Meilen mit ihren «Berggebieten» (Oetwil am See, Zumikon) die Baulandknappheit vermindern liessen, hätten Nationalfonds-Studien längst beantworten müssen. Doch beim listigen Ausweichen vor planerischen staatspolitischen Zukunftsfragen haben wir eine Unkultur entwickelt, die an beklagenswerte Zustände in jenen Entwicklungsländern erinnert, die wir gern «von Amts wegen» überheblich zu kritisieren pflegen. Der Baulandmangel in der Schweiz wirft nationale Fragen auf. Die Zustände am Zürichsee sind nur ein drastisches Beispiel verdrängter Wohnungsnot in einem der reichsten Länder der Welt, das – mit einer schleichenden Völkerwanderung konfrontiert – beide Augen zu schliessen wagt. Die Warnfeuer vom rechten Seeufer sind alarmierend. Erwin A. Sautter-Hewitt, Zumikon

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