Zum Hauptinhalt springen

«Froh, dass die Serie aus den Köpfen verschwindet»

Die Klotener trugen ihre erste Niederlage mit Fassung, bei den ZSC Lions überwog die Erleichterung.

Derby-Gefühle Von Silvan Schweizer, Zürich Der Aufschrei erinnerte schon fast an ZSC-Meistertage. So laut war er. Als Klotens Finne Kimmo Rintanen seinen Penalty verschossen hatte, war das eigentlich nur ein gewöhnlicher Qualifikationssieg der Stadtzürcher. Aber es war eben auch ein erkämpfter Erfolg. Balsam für die gebeutelte Lions-Seele. Und die Erleichterung war vor allem auch in den Gesichtern der Spieler zu sehen. Trainer Colin Muller schüttelte in der Garderobe gefühlte zehn Sekunden lang die Hand von Thibaut Monnet, der mit seinem verwandelten Penalty dieses Derby entschieden hatte. «Ich durfte ja unseren letzten Penalty schiessen. Da konnte ich zuvor die Bewegungen von Rüeger etwas studieren», sagte der goldene Schütze. «Diesmal ist die Lotterie zu meinen Gunsten ausgefallen.» Nur ein Tor hat Monnet in der laufenden Saison erzielt, auch gegen Kloten gelangen dem Flügel nicht viele Aktionen. Dafür blieb er aber ganz zum Schluss kühl. «Es ist schon etwas Druck abgefallen von mir», sagte Monnet. «Und ich hoffe, dass dasselbe auch bei der Mannschaft passiert ist.» Ein Erfolg im Penaltyschiessen helfe normalerweise einem Team besonders dabei, Vertrauen zu gewinnen, weil der Sieg so plötzlich komme. «Manchmal läuft nur wenig zusammen», sagte der Romand, um dann seine Schweizerdeutsch-Kenntnisse unter Beweis zu stellen: «Aber ich wusste immer: Nach em Räge schiint d’Sunne.» Trauriges Kloten-Maskottchen In den Katakomben der Flyers hingegen verzog Team-Maskottchen Max traurig die Mundwinkel. Der Sohn von Marcel Jenni klatschte jeden Spieler wie ein Profi ab. Diese trugen die Niederlage mit Fassung. «Es war ein Match, in dem wir alle Chancen zum Sieg hatten», sagte Victor Stancescu, «natürlich ist es dann Schade, nur mit einem Punkt nach Hause gehen zu müssen. Aber wir können uns damit zufrieden geben.» Der Captain hätte sein Team im Penaltyschiessen selbst in Führung bringen können. Nach zwei verwerteten Versuchen in dieser Saison scheiterte er aber. «Ich habe die falsche Entscheidung getroffen. Mir zu viele Gedanken darüber zu machen, wäre aber falsch. Sonst kann ja ich nie mehr antreten.» Heute treffen die Flyers auf den neuen Leader Zug. Stancescu hat kein Problem mit der frischen Rollenverteilung: «Ich bin froh, dass unsere Serie nun etwas aus den Köpfen der Leute verschwindet.» ZSC Lions – Kloten Flyers 2:1 n.P. (1:1, 0:0, 0:0) Hallenstadion. – 8224 Zuschauer. – SR: Kurmann/Boman (Fin); Arm/Küng. – Tore: 3. Ryser (Schommer) 1:0. 20. (19:50) Bieber (Bell) 1:1. – Penaltyschiessen: Down, Rüeger hält; Stancescu, Flüeler hält. Bärtschi, Rüeger hält; Hollenstein, Flüeler hält. Ambühl drüber; Lemm, Flüeler hält. Pittis, Rüeger hält; Santala, Flüeler hält. Monnet 1:0; Rintanen, Flüeler hält. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5-mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers.ZSC Lions: Flüeler; Westcott, Geering; Stoffel, Seger; Murphy, Müller; Bärtschi, Wichser, Ambühl; Krutow, Pittis, Down; Bastl, Ziegler, Monnet; Ryser, Schäppi, Schommer; Bühler.Kloten Flyers: Rüeger; Dupont, Blum; Du Bois, Von Gunten; Winkler, Sidler; Schulthess, Welti; Bieber, Santala, Rintanen; Jacquemet, Lemm, Hollenstein; Bell, Kellenberger, Stancescu; Füglister, Walser, Herren.Bemerkungen: ZSC Lions ohne Paterlini (verletzt), Kloten Flyers Jenni, Liniger, Bodenmann und Hamr (verletzt). – 15. Pfostenschuss Dupont.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch