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FlughafenMehr Toleranz, bitte!Leserbrief vom 5. 1.

FlughafenMehr Toleranz, bitte!Leserbrief vom 5. 1. Schadenverursachend kalkulieren. Mit der Toleranz ist es wie mit dem gesunden Menschenverstand. Jeder setzt die Massstäbe an, wie es ihm beliebt. Der Leser Markus Wanner aus Kloten freute sich darüber, dass 200 Passagiere wegen der Spezialbewilligungen nicht am Boden bleiben mussten; er fühlt sich von den 113 Nachtflugbewegungen nicht gestört. Wenn irgendwo ein Unglück passiert (Erdbeben oder Terroranschlag), bringt vermutlich der hinterletzte Bürger das nötige Quäntchen Toleranz auf, um auch nachts den hilfsbedürftigen Menschen zu helfen. Allerdings handelt es sich dabei meist um Menschen, die dort fest angesiedelt sind und nicht freiwillig das Risiko einer Naturkatastrophe eingehen. Bei der Fliegerei ist es aber doch ganz anderes. Da sich die Airlines in Dumpingpreisen unterbieten, fliegen Krethi und Plethi frisch-fröhlich in den Lüften umher. Die internationale Nichtbesteuerung des Treibstoffs kommt ja einer Subvention gleich. Müsste die Fliegerei kostendeckend und schadenverursachend kalkulieren, würden sich sehr viele Probleme von selbst lösen. Auch ich fliege zu günstigen Preisen; wären diese massiv höher (eben verursachergerecht), würde ich seltener in den Lüften umherschwirren. Wer verdient nun mehr Toleranz? Die Ruheschätzenden oder die meist freiwillig Umherfliegenden? Arbeitsplatzsicherung ist übrigens ein dürftiges Argument. Wenn in Zürich weniger geflogen würde, hätte man in Frankfurt, München etc. etwas mehr zu tun. Kein Passagier würde weniger fliegen, nur weil in Zürich die Nachtruhe eingehalten würde. Otto Gerber, Wädenswil

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