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«Es hätte Gold werden sollen»

Der Winterthurer Lukas Grunder (20) gewann an der Junioren-WM in München die Silbermedaille mit der Luftpistole. Trotzdem war er nicht ganz zufrieden.

Lukas Grunder, wie haben Sie Ihren Wettkampf erlebt? Es war extrem hart, vor allem mental. Ich habe viel Energie verbraucht. In den nächsten Tagen wäre ich nicht imstande, einen weiteren Wettkampf zu absolvieren. Ich wollte mir aber nach vier Jahren Vorbereitung die letzte Chance auf eine WM-Medaille bei den Junioren nicht entgehen lassen. Mein Ziel war, mindestens 580 Punkte zu schiessen. Es wurden 581. Eigentlich hätte es Gold werden sollen, aber Silber ist ein guter Abschluss auf Nachwuchs-Stufe. Ich bin nicht ganz zufrieden, jedoch auch nicht enttäuscht. Ich habe mein Möglichstes gegeben. Der Aufwand hat sich gelohnt. Wie ist es Ihnen gelungen, sich nach der schwachen Vorstellung mit der Freipistole so aufzufangen? Der Druck, den ich mir teilweise selbst auferlegt hatte, war wohl zu gross. Ich habe den Tiefschlag dennoch rasch abhaken können. Während der Verarbeitungsphase habe ich oft im Hotel ferngesehen. Wie sieht Ihr Programm aus für die nahe Zukunft? Gross feiern werde ich nicht. Ich bin nicht der Typ dafür. Bis zur Spitzensport-RS, die am 1. November beginnt, kann ich im Tessin bei einem meiner Sponsoren als Waffenmechaniker arbeiten und mein Wissen im Bereich Technik erweitern. Der nächste internationale Grossanlass ist die 10-Meter-EM in Brescia im Frühling. Bis dahin nehme ich unter anderem an den Landesmeisterschaften in der Schweiz und in Italien teil. Zudem werde ich in der deutschen Bundesliga für die Schützengilde Waldenburg einige Einsätze bestreiten. 2011 muss ich dann im Weltcup Gas geben, um mir für die Olympischen Spiele von London den Quotenplatz zu sichern. (Si)

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