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Ein Titelgewinn mit Ansage

Mit dem 4:0-Sieg in Vaduz haben sich die Grasshoppers vorzeitig den elften Squash-Meistertitel gesichert – ohneje gefährdet gewesen zu sein.

Von René Hauri Als die Grasshoppers im vergangenen Jahr erst im Playoff-Final von Wohlen gestoppt worden waren, hatten sie sich für die folgende Spielzeit ein Ziel gesetzt: den Gewinn der Meisterschaft. Weil das Playoff abgeschafft wurde, haben sie dieses nach dem gestrigen 4:0 gegen Vaduz – dem 15. Sieg im 15. Spiel – bereits drei Runden vor Saisonende erreicht. «Es ist die Bestätigung für die Arbeit in den letzten Jahren», sagt Teammanager Andy Fritschi. «Wir haben die Strukturen angepasst, ein neues Squash-Center aufgebaut und viele Mitglieder gewonnen.» Über 100 Aktive sind seit 2007 dem Klub beigetreten. Das generiert auch neue Gelder. «Wir stehen auf finanziell gesunden Beinen», sagt Fritschi. Auch, weil dank der Ankündigung, 2011 den Meistertitel holen zu wollen, zusätzliche Sponsoren gewonnen werden konnten. Und so präsentierte GC Anfang Saison ein Team, gespickt mit Spitzenspielern: Thierry Lincou (Weltnummer 7), Daryl Selby (10), Olli Tuominen (21), Tom Richards (31), Renan Lavigne (damals 35, mittlerweile nicht mehr auf der Profitour) und André Haschker (178). Weil seit dieser Saison nur noch zwei Ausländer pro Partie eingesetzt werden dürfen, spielen auf den Positionen 3 und 4 die Squash-Schweizer Paul Steel (Neus) und Mark Woodliffe (Eng). Und diese gaben Anlass zu neuerlichen Diskussionen über das Reglement. Alle Ausländer wollen bleiben Einige Kreise fordern, dass neben zwei Söldnern nur noch «echte» Schweizer spielen dürfen. «Wir sprechen hier über einen 40- und einen 50-Jährigen. Soll deswegen wieder alles umgestellt werden?», fragt Fritschi und ergänzt: «Ich hoffe, die Verantwortlichen geben dem System eine Chance.» Ansonsten hätte GC wohl Schwierigkeiten, den Titel zu verteidigen. Der Stadtklub ist zwar dabei, eine eigene Juniorenabteilung aufzubauen, «bis wir jedoch die Früchte ernten können, vergehen 10 bis 15 Jahre. Aber was spricht dagegen, dass ein Spieler, der seine Juniorenzeit bei Uster verbrachte, künftig für GC spielt?», fragt Fritschi. Er rechnet allerdings fest damit, dass das Reglement nicht erneut angepasst wird. Und so hätte GC die besten Aussichten auf die Titelverteidigung. Denn sämtliche in dieser Saison eingesetzten Ausländer haben bereits zugesagt.

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