Zum Hauptinhalt springen

Ein Autohaus wie ein Kreuzfahrtschiff

Die Amag eröffnet Anfang April in Dübendorf die «Autowelt». Die Ausstellungsfläche hat die Grösse von sieben Doppelturnhallen.

Von Manuel Reimann Dübendorf –Rund zwei Jahre befand sich direkt hinter der Haltestelle Giessen der Glattalbahn eine Grossbaustelle. Doch jetzt ist fertig gebaut: Vom 9. bis 15. April wird die «Autowelt» der Amag eröffnet. «Das grösste Autohaus der Schweiz, vielleicht sogar von Europa», wie Dölf Lendenmann, Autowelt-Geschäftsführer, an der gestrigen Medienkonferenz nicht ohne Stolz festhielt. In der Region Dübendorf ist die Amag seit Jahrzehnten präsent. «Vor rund 50 Jahren errichteten wir auf der grünen Wiese in Schwamendingen einen Garagenbetrieb», sagte Fritz Küttel, Managing Director der Amag Retail rückblickend. «Jetzt investierten wir nur drei Kilometer entfernt erneut.» Einer der Gründe, dass man für rund 110 Millionen Franken einen neuen, riesigen Garagenbetrieb realisiert hat, ist laut Küttel vor allem die Lage. «Zürich ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Etwa 20 Prozent unserer Kundschaft lebt hier.» Schnell wachsendes Gebiet Christian Leuner, Geschäftsführer der für die Planung verantwortlichen Fischer Architekten AG, sieht noch zahlreiche weitere Vorteile dieses Standortes: «Es handelt sich um ein schnell wachsendes Gebiet, einen Teil der neu entstehenden Glattalstadt.» Verkehrsmässig sei es ausgezeichnet erschlossen: «Mit der Haltestelle Giessen verfügen wir über einen direkten ÖV-Anschluss.» Der öffentliche Verkehr – die Glattalbahn – hat laut Leuner einen grossen Einfluss auf die Architektur der Autowelt gehabt: «Zur Bahn hin ist das Gebäude etwas höher, und wir haben hier einen grosszügigen Eingangsbereich gestaltet.» Nicht ganz einfach sei es gewesen, die fünf Automarken VW, Porsche, Skoda, Seat und Audi unter einem Dach zu präsentieren, da jede der Marken ein eigenes Erscheinungsbild pflege.Das Erdgeschoss des Gebäudes ist rundum verglast. Leuner verwendet bei der Beschreibung gerne die Metapher des auf den Kopf gestellten Kreuzfahrtschiffs. «Das Erdgeschoss mit der zweistöckigen Galerie entspricht dem Hauptdeck, darüber befinden sich Werkstätten, der Ausbildungsbereich für die Lernenden und die Büros – beim Schiff wären das die Unterdecks.» Auch in der Nacht soll das Gebäude entfernt an ein Schiff erinnern: In die Lamellen an der Gebäudehülle wurde ein LED-System eingebaut, das in der Dunkelheit den ganzen Komplex mit einem blauen Schimmer überzieht. Elektro-Sportler zur Premiere In der Dübendorfer Autowelt werden rund 285 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sein. 45 Stellen wurden neu geschaffen. Hinzu kommt ein Ausbildungszentrum für über 200 Lernende. Mit dem Bau war nach rund zweijähriger Planung im Januar 2008 angefangen worden, am 8. September 2010 konnte die Aufrichte gefeiert werden. Die bebaute Fläche beläuft sich auf 10 000 Quadratmeter, die Grösse von eineinhalb Fussballfeldern. Die Ausstellungsfläche umfasst 6400 Quadratmeter, ist also ungefähr so gross wie sieben Doppelturnhallen. Die Dimensionen des 218 Meter langen und 48 Meter breiten Gebäudes entsprechen in der Tat einem Kreuzfahrtschiff. Während der Eröffnungswoche der Autowelt vom 9. bis 15. April werden erstmals die beiden Elektroautos Audi e-tron und VW E-Up gezeigt. Und gar eine Weltpremiere sei das Skoda-Center in der Autowelt, verspricht Lendenmann. «Es ist das Erste seiner Art weltweit, das im neuen Erscheinungsbild der Marke auftritt.» Von der Galerie haben Kunden den Überblick über die Automodelle. Foto: Manuel Reimann

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch