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Dübendorf lässt provisorische Fumoirs im ersten Winter stehen

Zahlreiche Beizer stellen Bretterverschläge oder Zelte für die Raucher auf. Diese sind illegal. Doch die Stadt toleriert diese vorerst.

Von Max Hugelshofer Dübendorf – Seit dem 1. Mai 2010 darf in Bars und Restaurants im Kanton Zürich nicht mehr geraucht werden. Seither gehören kleine Gruppen rauchender Menschen vor den Lokalen zum Stadtbild. Viele Beizer verfügen über kein abgetrenntes Fumoir. Aus Kostengründen oder weil kein Platz im Restaurant vorhanden ist. Die Raucher ganz als Kunden verlieren wollen die Wirte aber auch nicht. Damit diese nicht im Regen stehen oder frieren müssen, haben sie vor dem Lokal Zelte aufgestellt oder Bretterverschläge mit Blachen gezimmert. Nach 31. März räumen Was die Wenigsten wissen: Eigentlich sind solche Schutzkonstruktionen illegal. Gemäss Allgemeiner Bauverordnung (ABV) braucht es eine Baubewilligung für alle Bauten, die höher als 1,5 Meter sind und deren Bodenfläche mehr als 2 Quadratmeter aufweist – egal, ob die Seitenwände geschlossen sind oder nicht. Theoretisch könnte die Stadt Dübendorf Bussen verteilen und auf einem Abriss dieser Konstruktionen beharren. Tut sie aber nicht. Die Abteilung Hochbau hat allen Patentinhabern Dübendorfs einen Brief geschickt, in dem sie darauf hinweist, dass die Bauten nicht erlaubt sind. Ausnahmsweise werden sie diese gemäss Stadtratsbeschluss aber in diesem ersten Winter des Rauchverbots tolerieren. Bis spätestens zum 31. März müssen die Bauten allerdings wieder verschwunden sein. Wer sein Raucherzelt nach diesem Stichtag weiterbetreiben will, braucht eine Baubewilligung. Ein ziemlich kompliziertes Verfahren, das nicht ganz billig ist. Bei den Raucherzelten ist die Rechtslage in Dübendorf klar. In einem Graubereich bewegt sich hingegen Einhorn-Wirt Vic Eugster. Er hat vor seinem Restaurant einen Verkaufsstand aufgebaut, in dem er über Mittag Currywurst und ein wechselndes Menü zum Mitnehmen verkauft. Sein Standpunkt: «Ich habe bereits bei der Einführung des Gesetzes für viel Geld ein Fumoir eingerichtet. Also brauche ich den Schutzunterstand, der mir wie allen Wirten zusteht, nicht für die Raucher. Da kann ich doch Würste darin verkaufen.» Bei der Stadt teile man diese Ansicht nicht, weiss Eugster. Einen konkreten Bescheid, wie es weitergehen soll, habe er aber nicht erhalten. Bei der Abteilung Hochbau war über Wochen niemand für eine Stellungnahme erreichbar. (max)

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