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Dübendorf kauft nur noch fair ein

Dübendorf – Eine Stadt wie Dübendorf muss immer wieder grössere Anschaffungen tätigen. Bei der Ausschreibung solcher Aufträge soll die Stadt nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Bedingungen, unter denen die Produkte hergestellt werden, fordert SP-Gemeinderat Hans Baumann in einer Anfrage vom Stadtrat. Und rennt damit offene Türen ein. «Der Stadtrat will bei seinem Konsumverhalten eine Vorbildfunktion einnehmen», sagt Stadtpräsident Lothar Ziörjen (BDP). «Im Rahmen unserer Beschaffungstätigkeit wollen wir nur noch Produkte kaufen, die wirtschaftlich und umweltschonend sind und sozial verträglich produziert werden.» Zu diesem Zweck passt Dübendorf seine Ausschreibungsunterlagen an. Lieferanten müssen künftig nachweisen, dass ihre Produkte sozial verträglich hergestellt wurden. Der Stadtrat will die Einhaltung der Arbeitsbedingungen stichprobenweise kontrollieren lassen. Stellt die Stadt Unregelmässigkeiten fest, werden betreffende Firmen vom Verfahren ausgeschlossen. Laut dem Stadtpräsidenten geht es nun darum, die Submissionsunterlagen rasch anzupassen. Hans Baumann ist über die Haltung und die Massnahmen der Stadt hoch erfreut. «Der Stadtrat hat rasch und präzise gearbeitet, Hut ab. Ich bin sehr zufrieden.» Baumann will sich nun beim Schweizerischen Arbeiterhilfswerk (SAH) dafür einsetzen, dass Dübendorf auf die weisse Liste der fairen Mittelbeschaffer gesetzt wird. Das SAH führt eine solche Liste, um Kommunen und Institutionen zu motivieren, im Beschaffungswesen faire Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Obendrein verleiht das Hilfswerk vorbildlichen Gemeinden die Auszeichnung «Der faire Stein». Sowohl Lothar Ziörjen als auch Hans Baumann hoffen, dass Dübendorf diese Auszeichnung nun rasch erhält.(arb)

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