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Dritter Eklat am Zürcher Opernhaus

Thomas Hengelbrock, der am 13. November am Zürcher Opernhaus die Premiere von Rossinis «Guillaume Tell» hätte dirigieren sollen, ist abgereist. Das Zürcher Opern-Debüt eines höchst interessanten Dirigenten findet damit nicht statt, die Vorarbeit mit dem Regisseur Adrian Marthaler ist hinfällig. Und das Opernhaus hat nach der Ballett-Absage durch Heinz Spoerli und dem Konflikt zwischen dem Dirigenten Bernard Haitink und der Sopranistin Waltraud Meier bei der «Tristan»-Wiederaufnahme, der zu Meiers Ausscheiden führte, bereits zum dritten Mal in kürzester Zeit einen Eklat zu vermelden. Diesmal sei ein Missverständnis der Grund, sagt Intendant Alexander Pereira: Hengelbrock ging von einer Werkbesetzung aus, also davon, dass immer dieselben Musiker im Orchester sitzen würden. Als er feststellte, dass er es mit wechselnder Besetzung zu tun haben würde, forderte er mehr Proben, die ihm zum Teil gewährt wurden – und warf dann nach den ersten zweieinhalb Stunden Orchesterprobe ohne weitere Diskussionen trotzdem das Handtuch. Pereira sprach zerknirscht von einer Pechsträhne, hat aber doch bereits einen Ersatz gesucht und gefunden: Der Rossini-erfahrene Italiener Gianluigi Gelmetti wird die Produktion übernehmen. Das Haydn-Konzert vom 21. November soll Hengelbrock dagegen wie geplant dirigieren. Susanne Kübler

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