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Diskussion um Fischbestand im ZürichseeIst der Zürichsee zu sauber für die Fische?

Thalwil – 55 Millionen Felchenbrütlinge aus der Fischzuchtanlage Stäfa werden demnächst in den Zürichsee entlassen. Ob dieser künstliche Eingriff ökologisch vertretbar sei, lautete die Kernfrage eines Podiumsgesprächs im Schützenhaus Thalwil. Rolf Schatz von der IG «Dä neu Fischer» forderte finanzielle Unterstützung, um wissenschaftlich zu untersuchen, welche Auswirkungen der Fischbesatz auf das Ökosystem hat. Er stellte den millionenfachen Besatz von Felchen oder anderen Speisefischen wie Egli, Hecht und Forellen infrage und plädierte für eine Fischerei, in der die ökologischen Aspekte stärker gewichtet werden. Andreas Hasler von Pro Natura Zürich sagte, das Ziel müsse sein, die Gewässer zu renaturieren. «Und zwar so, dass sich die heimischen Fische selber reproduzieren können.» Dagegen spreche aber «die massive Überbauung der Ufer am Zürichsee». Aus dem Publikum meldeten sich darauf Fischer zu Wort, die sagten, dass der Fischbesatz auch zum Artenerhalt beitrage. Der nährstoffarme Zürichsee biete für viele Fische keine idealen Bedingungen zur Fortpflanzung. Gar kritisch fürs Laichen werde es, wenn der Phosphatanteil auf unter 8 Mikrogramm pro Liter sinke, wenn der See also quasi zu sauber sei. Gegenwärtig liegt der Wert bei 15 bis 20 Mikrogramm. (TA)

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